Wer nachts durch Straßenlärm aufwacht, sucht meist zuerst nach einer dickeren Gardine. Doch die Dichte des Stoffs ist nur ein Teil der Lösung. Entscheidend ist das Flächengewicht, also das Gewicht pro Quadratmeter, gemessen in Gramm. Ein Vorhang mit 200 g/m² dämpft kaum etwas, während ein schwerer Stoff ab etwa 400 bis 500 g/m² spürbar mehr Schall schluckt. Wer bei einer belebten Straße direkt am Fenster wohnt, sollte eher im Bereich von 600 g/m² und mehr ansetzen. Je schwerer und dichter das Gewebe, desto träger schwingt es und desto weniger Schall geht hindurch.
Ein schwerer Vorhang wirkt nur, wenn er in Falten fällt und nicht flach am Fenster klebt. Die Falten brechen den Schall und verhindern, dass er direkt durch das Gewebe geht. Deshalb sollte der Vorhang mindestens die doppelte Fensterbreite an Stoff haben, damit sich echte Wellen bilden. Ebenso wichtig ist der Abstand zur Wand: Hängt der Stoff direkt an der Scheibe, bringt auch ein hohes Gewicht kaum etwas. Besser ist eine Schiene an der Decke oder ein Abstand von einigen Zentimetern, sodass sich ein Luftpolster bildet, das zusätzlich dämmt.
Zuerst wird gemessen. Die Breite des Kopfteils sollte mindestens der Matratzenbreite entsprechen, besser zehn bis fünfzehn Zentimeter mehr auf jeder Seite. Die Höhe richtet sich nach der Sitzposition: Wer im Bett liest, braucht etwa sechzig bis achtzig Zentimeter über der Matratzenoberfläche. Als Träger dient entweder eine stabile Holzplatte oder ein Rahmen aus Dachlatten. Spanplatten ab achtzehn Millimetern Stärke verziehen sich kaum, dünnere Platten biegen sich unter der Stoffspannung durch. Der Rahmen wird anschließend mit einem festen, nicht dehnbaren Möbelstoff bespannt.
Für den Bau brauchst du drei bis vier Europaletten, eine Sitzauflage, Unkrautvlies, Noppenfolie und Schrauben. Zersäge zwei Paletten in der Mitte, um die Längsseiten zu erhalten. Die Stirnseiten entstehen aus den ungeteilten Paletten. Verschraube die Teile zu einem offenen Kasten. Die oberste Palette, die als Sitzfläche dient, wird quer über die Schmalseiten gelegt und ebenfalls verschraubt. So entsteht eine Bank, die gleichzeitig den oberen Abschluss des Beetes bildet. Auf die Sitzfläche kommt eine wasserfeste Auflage oder ein lackiertes Brett.
Farben und Materialien unterstützen die Struktur. Decke und obere Wandpartie in einem dunkleren Ton lassen den Raum niedriger erscheinen – das ist die einfachste Korrektur. Wer die Höhe betonen will, streicht die Decke hell und die Wände in einem mittleren Farbton. Ein typischer Fehler ist, nur weiße Wände zu verwenden. Dann fehlt jede Begrenzung, und der Raum wirkt wie ein Schacht. Vertikale Strukturen wie Holzvertäfelungen, die bis 200 Zentimeter reichen, oder lange Stoffbahnen geben dem Auge Halt. Vermeiden Sie waagerechte Linien auf halber Höhe, etwa durch Bilderleisten oder Bordüren. Sie zerschneiden die Wand und machen die Höhe unruhig.
Staubdichte Materialien sind dicht gewebt oder beschichtet. Glatte Mikrofasern, dichtes Polyester oder beschichtete Gewebe halten Milbenkot zurück. Grob gewebte Stoffe wie Leinen, Wolle oder Strukturgewebe lassen Staub tief eindringen und geben ihn bei jeder Bewegung wieder ab. Achte auf die Webdichte: Gegen das Licht gehalten sollte der Stoff kaum Licht durchlassen. Ein weiteres Kriterium ist die Reibungseigenschaft – raue Oberflächen ziehen Haare und Hautschuppen förmlich an.
Zum Schluss wird der Stoff an der Unterseite sauber abgeschnitten und die Schnittkante mit einem Schmelzband oder Textilkleber versiegelt, damit sie nicht ausfranst. Ein Blick von der Seite zeigt, ob das Kopfteil gerade sitzt. Kleine Korrekturen lassen sich mit Unterlegscheiben an den Winkeln ausgleichen. Wer diese Reihenfolge einhält, bekommt ein festes, gepolstertes Kopfteil, ohne ein einziges Loch in die Wand zu bohren.
Ein gepolstertes Kopfteil verändert ein Schlafzimmer stärker als fast jedes andere Möbelstück. Wer in einer Mietwohnung wohnt oder eine Wand aus Sichtbeton, Fliesen oder dünnem Rigips vor sich hat, will trotzdem keine Löcher bohren. Die Lösung ist ein Stoffbezug, der am Bettgestell oder freistehend befestigt wird. Entscheidend ist, dass das Gewicht nicht in die Wand, sondern in eine eigene Konstruktion oder in das vorhandene Bettgestell eingeleitet wird.
Polsterung und Bezug richtig aufbauen Zwischen Träger und Stoff gehört eine Lage Polstervlies oder Schaumstoff, sonst zeichnen sich Holzkannten ab. Zwei bis vier Zentimeter reichen für ein weiches, aber nicht schwammiges Kopfteil. Der Stoff wird auf der Rückseite mit einem Tacker fixiert, immer von der Mitte zu den Rändern, damit keine Falten entstehen. An den Ecken wird der Stoff eingeschlagen und überlappend getackert. Wer den Bezug abnehmbar und waschbar haben will, näht einen Reißverschluss ein oder arbeitet mit Klettband. Ein häufiger Fehler ist zu straffes Spannen: Der Stoff reißt dann an den Tackern aus, sobald sich jemand anlehnt.
