Der Raum über der Wohnungstür wird in den meisten Wohnungen ignoriert. Dabei handelt es sich um eine Fläche, die je nach Deckenhöhe zwischen 30 und 60 Zentimetern tief und oft einen Meter breit ist. Sie liegt über der Türzarge und unter der Decke. Wer dort ein Regal einbauen will, muss zuerst prüfen, ob die Wand überhaupt tragfähig ist. Bei Altbauten mit Holzbalkendecken ist Vorsicht geboten, bei Betondecken ist das meist unproblematisch. Ein Blick in die Baupläne oder eine kurze Einschätzung durch eine fachkundige Person klärt das.
Die meisten Menschen räumen auf, indem sie Dinge wegräumen. Sie schaffen Platz, aber sie schaffen keine Funktion. Der Unterschied zwischen Ordnung und Nutzen liegt darin, dass Ordnung nur den Augenblick befriedet, während Nutzung den Alltag dauerhaft entlastet. Wer einen Raum nutzen will, muss zuerst wissen, was in ihm tatsächlich passieren soll. Erst danach folgt die Frage, wohin die Dinge gehören.
Die Montage beginnt mit der Markierung der Bohrlöcher. Dafür wird die Wasserwaage an der Wand über der Tür angelegt. Bei Mauerwerk ohne Hohlräume reichen normale Dübel. Bei Trockenbauwänden müssen Hohlraumdübel oder spezielle Anker verwendet werden. Ein häufiger Fehler ist, nur in die dünne Beplankung zu schrauben. Das hält nicht. Eine weitere typische Nachlässigkeit: die Türblattstärke vergessen. Ein Regal, das zu tief ist, stößt beim Öffnen an die Oberkante der Tür. Deshalb vor dem Bohren die Tür mehrmals öffnen und schließen, um den Bewegungsradius zu prüfen.
Wenn ein Heizkörper gluckert, oben kalt bleibt und unten warm wird, steckt fast immer Luft im System. Diese Luft sammelt sich am höchsten Punkt des Heizkörpers und verhindert, dass warmes Wasser die volle Fläche erreicht. Das Entlüften ist keine Kunst, dauert wenige Minuten und ist in den meisten Mietwohnungen erlaubt. Es gehört zum vertragsgemäßen Gebrauch der Mietsache. Wer es unterlässt, riskiert höhere Heizkosten und im Winter kalte Räume.
Beim elektrischen Anschluss gilt: Klemmen fest anziehen, aber die Ader nicht quetschen. Litzen dürfen nicht mit Schraubklemmen direkt geklemmt werden, hier gehören Aderendhülsen darauf. Die Zugentlastung der Lampenfassung ist kein optionales Bauteil, sondern verhindert, dass das Gewicht der Lampe an den Klemmen zieht. Wird sie weggelassen, lockern sich die Verbindungen mit der Zeit, es entstehen Übergangswiderstände und Wärme. Das ist die häufigste Ursache für verschmorte Klemmen. Nach dem Anklemmen die Adern so in die Dose schieben, dass keine blanke Stelle herausschaut.
Die Befestigung entscheidet über die Sicherheit Das Gewicht der Lampe bestimmt die Wahl der Dübel und Schrauben. Leichte Modelle bis etwa zwei Kilogramm hängen oft an Kunststoffdübeln in der Betondecke, schwerere brauchen Metallanker oder eine direkte Verschraubung in der Decke. In Altbauten mit Hohldecken ist besondere Vorsicht geboten: Hier hält kein normaler Dübel, sondern es muss eine Deckenverschraubung mit Kontermutter oder eine Traverse verwendet werden. Typischer Fehler: Schrauben zu kurz wählen, sodass sie nur in der Putzschicht sitzen. Der Putz trägt nichts, die Schraube muss im tragenden Untergrund greifen. Vor dem Bohren mit einem Leitungssucher prüfen, ob an der Bohrstelle Kabel verlaufen.
Bevor gebohrt wird, sind drei Dinge zu messen: die lichte Höhe zwischen Türzarge und Decke, die Wandbreite und die Tiefe der Nische. Ein Regal, das bündig mit der Wand abschließt, wirkt aufgeräumt. Steht es vor, stört es die Türbewegung. Besonders bei Wohnungstüren, die nach innen öffnen, bleibt oft nur eine geringe Tiefe. Wer die Tür regelmäßig weit öffnen muss, sollte den Bereich darüber nur mit flachen Regalen bestücken.
Ein häufiger Fehler ist das Zusammenrechnen der Fläche über alle Räume und das anschließende Streichen mit einer einzigen berechneten Menge. Jeder Raum hat eigene Bedingungen, und Reste aus einem Raum lassen sich nicht beliebig in einen anderen übertragen. Ein weiterer Fehler ist die Annahme, dass die Decke automatisch weiß gestrichen wird und deshalb nicht berechnet werden muss. Auch die Decke benötigt Farbe, oft sogar zwei Anstriche, weil sie das Licht anders reflektiert. Prüfen Sie außerdem, ob Heizkörper, Rohre oder Türrahmen gestrichen werden sollen. Diese Flächen werden oft vergessen und machen einen Nachkauf nötig.
Welche Regalarten eignen sich für diesen Bereich? Offene Regalbretter aus Massivholz oder beschichteten Platten sind am einfachsten. Sie lassen sich auf Maß zuschneiden und mit Winkeln oder unsichtbaren Trägern an der Wand befestigen. Für schwere Gegenstände wie Bücher oder Werkzeug sind Konsolen mit einer Traglast von mindestens 20 Kilogramm pro Meter nötig. Leichte Regale aus Kunststoff oder dünnem Metall biegen sich bei Belastung durch. Wer unsicher ist, wählt ein System mit verstellbaren Böden, damit sich die Höhe an verschiedene Gegenstände anpassen lässt.
