Bevor Sie etwas verstauen, reinigen Sie den Bereich gründlich. Staub und Krümel ziehen Ungeziefer an. Saugen Sie den Boden unter dem Sofa ab und wischen Sie ihn feucht nach. Legen Sie anschließend eine dünne Antirutschmatte aus, damit die Behälter nicht verrutschen. Bei Sofas mit Metallfüßen kann es sinnvoll sein, die Auflageflächen mit weichen Filzstreifen zu bekleben, damit der Boden nicht zerkratzt wird.
Wer den Stauraum selbst bauen will, sollte auf ausreichend Belüftung achten. Unter Treppen staut sich schnell Feuchtigkeit, besonders wenn die Wand an einen kalten Keller grenzt. Ohne Luftzirkulation bildet sich Schimmel, und das nicht nur an der Wand, sondern auch an den eingelagerten Sachen. Ein paar Lüftungsschlitze in der Verkleidung oder ein offenes Regalsystem verhindern das. Geschlossene Schränke ohne Belüftung sind hier eine schlechte Idee, auch wenn sie optisch aufgeräumter wirken.
Praktisch ist eine Garderobe mit zwei Hängeebenen: eine obere Stange für selten getragene Jacken und eine untere für die tägliche Jacke. Dazwischen bleibt Platz für Haken, an denen Taschen hängen. Haken mit abgerundeten Enden verhindern, dass Ledergriffe einschneiden oder Stoffe Fäden ziehen. Wer Taschen an Haken hängt, sollte darauf achten, dass die Riemen nicht dauerhaft gedehnt werden – breite, flache Haken sind besser als schmale Metallhaken. Für schwere Taschen ist eine Ablage in Hüfthöhe sinnvoller als ein Haken, weil das Gewicht dann nicht am Riemen zieht.
Die Höhe entscheidet, was oben liegen darf Miss die lichte Höhe jeder Schublade. Flache Fächer tragen nur eine Lage: Socken, Unterwäsche, Gürtel, Tücher. Hohe Fächer vertragen Stapel oder aufrecht gestellte Teile. Ordne nach Gewicht: Schweres nach unten, Leichtes nach oben, denn eine überladene obere Schublade verzieht die Führung und lässt sich mit der Zeit nicht mehr schließen.
Zuerst wird geleert, nicht geordnet. Ziehe eine Schublade nach der anderen heraus, lege den Inhalt auf eine freie Fläche und trenne in drei Stapel: bleibt, wandert woanders hin, kommt weg. Erst wenn alles sichtbar ist, erkennst du, wie viel Platz tatsächlich vorhanden ist. Typischer Fehler: vorschnell kleine Boxen kaufen, bevor die Menge bekannt ist. Danach passt nichts zusammen, und die Fächer stehen halb leer.
Wer diese fünf Punkte beherzigt, wird feststellen, dass Lederschuhe nach dem Trocknen wieder geschmeidig sind und die Sohle nicht spröde wird. Der Aufwand beträgt wenige Minuten pro Paar, der Nutzen zeigt sich über Jahre. Nasse Schuhe sind kein Grund zur Panik – falsche Lagerung schon.
Der Raum unter einer Treppe wirkt auf den ersten Blick unbrauchbar. Die Schräge, die niedrige Höhe im hinteren Bereich, der oft fehlende Bodenbelag – das schreckt ab. Genau diese Ecken bleiben deshalb jahrelang leer oder werden mit Dingen vollgestellt, die man eigentlich nie wieder anfasst. Dabei sind gerade tote Ecken unter Treppen ideal als Stauraum, wenn man die Geometrie richtig ausnutzt und nicht versucht, dort normale Schränke hineinzuzwingen.
Schließlich sollte man den Stauraum nicht überladen. Die Versuchung ist groß, jede Lücke zu füllen. Doch wer den Platz unter der Treppe mit zu vielen schweren Gegenständen vollstellt, riskiert nicht nur eine Überlastung der Konstruktion, sondern auch, dass man den Überblick verliert. Eine klare Ordnung mit beschrifteten Boxen oder offenen Körben ist praktischer als ein vollgestopfter Schrank. Wer diese Punkte beachtet, gewinnt in einem typischen Einfamilienhaus schnell ein paar Kubikmeter zusätzlichen Stauraum – ohne teure Einbaumöbel und ohne den Raum unter der Treppe weiter zu ignorieren.
Der häufigste Fehler ist der Kauf von Möbeln, die nur eine einzige Nutzungsphase abdecken. Ein Regal, das ausschließlich für flache Bilderbuchformate konstruiert ist, kippt später bei Lexika oder Atlanten nach vorn, wenn die Böden nicht nachgesetzt werden können. Prüfe vor dem Aufbau, ob die Rückwand fest verankert werden kann. Lose stehende hohe Regale gehören immer an die Wand gedübelt, sonst wird aus dem Wachstumsmöbel schnell eine Gefahrenquelle. Niedrige Elemente lassen sich dagegen frei stellen und später als Sitzbank oder Ablage weiternutzen.
Lege dann Zonen fest, die zur Nutzung passen, nicht zur Optik. Die oberste Schublade ist die am häufigsten geöffnete und gehört den Dingen des täglichen Gebrauchs. Selten Benutztes wandert nach unten oder in die hintere Reihe. Innerhalb der Schublade gilt: Vorne liegt, was täglich gebraucht wird, hinten, was nur gelegentlich zum Einsatz kommt. So bleibt der Griff kurz.
Ein weiterer typischer Fehler ist die falsche Zugänglichkeit. Wer den Stauraum nur über eine schmale Tür erreicht, wird ihn kaum nutzen. Besser sind Auszüge, Schubladen oder Türen, die weit genug öffnen. Bei einer Treppe mit Podest kann man den Bereich darunter sogar von zwei Seiten zugänglich machen. Das klingt aufwendig, spart aber im Alltag viel Ärger. Wer dort Dinge verstaut, die er täglich braucht, sollte den vorderen Bereich freihalten und nicht mit selten genutzten Sachen blockieren.