Bei Duschköpfen mit Gumminoppen reicht oft schon das Abreiben mit einem weichen Tuch nach der Säurebehandlung. Die Noppen lassen sich leicht zusammendrücken, wodurch gelöste Kalkreste herausfallen. Wer den Duschkopf nicht abnehmen kann, sollte auf keinen Fall mit einem Schraubenschlüssel am Rohr hebeln, um mehr Platz zu schaffen. Das beschädigt die Verschraubung und führt zu Undichtigkeiten. Ein zweiter Durchgang mit frischer Säurelösung ist sinnvoller als mechanische Gewalt. Bei sehr hartnäckigen Ablagerungen kann die Einwirkzeit auf mehrere Stunden verlängert werden.
Vorbeugen ist einfacher als Entfernen. Nach jeder Nutzung der Armatur reicht ein kurzer Wisch mit einem trockenen Tuch, um Wassertropfen aufzunehmen, bevor sie verdunsten können. Wer in einer Region mit hartem Wasser lebt, sollte die Armaturen einmal pro Woche mit einer schwachen Zitronensäurelösung abwischen. Ein Wasserfilter oder eine Enthärtungsanlage reduziert den Kalkgehalt im gesamten Haushalt und verringert die Ablagerungen deutlich. Bei Mischbatterien lohnt es sich, auch den Luftsprudler am Auslauf regelmäßig abzuschrauben und in Essigwasser einzulegen, da sich dort der meiste Kalk sammelt.
Der einfachste Weg ist Essig oder Essigessenz. Füllen Sie den Wasserkocher etwa zur Hälfte mit Wasser und geben Sie einen großzügigen Schuss Essigessenz hinzu – bei normalem Haushaltsessig nehmen Sie etwa ein Drittel Essig und zwei Drittel Wasser. Erhitzen Sie die Mischung, aber lassen Sie sie nicht kochen. Schalten Sie den Kocher aus, sobald die Flüssigkeit heiß ist, und lassen Sie sie mindestens 30 Minuten stehen. Bei starker Verkalkung kann die Lösung auch über Nacht einwirken. Danach ausgießen, mit klarem Wasser zweimal auskochen und gründlich ausspülen, bis kein Essiggeruch mehr wahrnehmbar ist.
Tropft die Kaffeemaschine nach dem Brühen oder schon während des Betriebs, ist das häufig kein Defekt der Dichtungen, sondern eine Verkalkung der Leitungen, Ventile und der Brühgruppe. Kalk setzt sich mit jedem Durchlauf ab, besonders in Regionen mit hartem Wasser. Die Folge: Der Durchfluss wird behindert, der Druck steigt, und an undichten Stellen tritt Wasser aus. Bevor du also Ersatzteile bestellst, entkalke das Gerät gründlich. Das behebt das Problem in vielen Fällen.
Zitronensäure wirkt schnell, hat aber einen Haken Zitronensäure aus der Drogerie oder dem Supermarkt ist geruchsneutraler als Essig und löst Kalk innerhalb von Minuten. Ein bis zwei Teelöffel auf einen halben Liter Wasser reichen meist aus. Erhitzen, kurz ziehen lassen, ausspülen – fertig. Der Nachteil: Zitronensäure greift manche Dichtungen und Kunststoffteile stärker an als Essig. Wer einen Kocher mit sichtbarer Gummidichtung am Deckel oder im Ausguss hat, sollte die Einwirkzeit kurz halten und danach sehr gründlich spülen. Ein weiterer Fehler: die Säure trocken einwirken lassen. Ohne Wasser verteilt sie sich nicht und erreicht die Kalkränder nicht.
Viele greifen zu Essigessenz oder Zitronensäure, weil sie schnell wirken. Das ist der häufigste Fehler. Diese Säuren greifen bei längerer Einwirkzeit die Schutzschicht der Emaille an und lassen sie matt und rau zurück. Noch schlimmer: Sie können die Dichtung aus Gummi porös machen, sodass der Ofen später Wärme verliert. Wenn überhaupt, dann nur verdünnt, nur kurz und niemals auf den Heizstäben anwenden. Die Heizstäbe bestehen oft aus einer Legierung, die von Säure angegriffen wird. Kalk auf den Heizstäben lässt sich besser mit einem feuchten, weichen Tuch und etwas Natronlösung abwischen.
Nach der Reinigung sollte die Chromfläche mit einem sauberen, trockenen Mikrofasertuch nachpoliert werden. Das entfernt letzte Säurereste und verhindert Wasserflecken. Ein dünner Film aus säurefreiem Öl, etwa ein Tropfen Paraffinöl auf einem Tuch, schützt die Oberfläche für einige Tage vor neuen Ablagerungen. Wer diese Schritte befolgt, hält verchromte Armaturen dauerhaft glänzend, ohne sie zu beschädigen.
Ein bewährtes Hausmittel ist Essigsäure. Mische weißen Essig mit Wasser im Verhältnis eins zu eins. Tränke ein weiches Tuch oder Küchenpapier damit und lege es für zehn bis fünfzehn Minuten auf die betroffenen Stellen. Die Säure löst die Kalkkristalle auf. Anschließend mit klarem Wasser abspülen und mit einem Mikrofasertuch trockenpolieren. Bei empfindlichen Oberflächen oder dicken Krusten lieber mit Zitronensäure arbeiten: einen Teelöffel Pulver in einem halben Liter warmem Wasser auflösen, die Lösung auftragen und kurz einwirken lassen. Essig riecht stark, Zitronensäure ist geruchsneutral und schonender.
Um dem Tropfen langfristig vorzubeugen, entkalke die Maschine regelmäßig. Die Häufigkeit richtet sich nach der Wasserhärte und der Anzahl der Bezüge. Bei täglicher Nutzung und hartem Wasser ist eine Entkalkung alle vier bis acht Wochen sinnvoll. Ein Wasserfilter oder die Verwendung von gefiltertem Wasser reduziert die Kalkbildung deutlich. Prüfe außerdem regelmäßig die Dichtungen an Tank, Brühgruppe und Auslauf. Schon ein poröser O-Ring kann dazu führen, dass die Maschine tropft, obwohl sie innen sauber ist.