Die Türdichtung der Waschmaschine ist ein Verschleißteil, das kaum jemand beachtet – bis Wasser austritt oder die Wäsche nach dem Schleudern noch nass ist. Dabei lässt sich der Gummiwulst mit wenigen Handgriffen lange funktionsfähig halten. Entscheidend ist, dass nach jedem Waschgang keine Feuchtigkeit und keine Reste von Waschmittel oder Weichspüler in den Falten zurückbleiben.
Bevor man mit Reinigern arbeitet, lohnt sich ein Blick auf die Bauweise. Bei vielen Waschbecken führt vom Überlauf ein schmaler Kanal nach unten zum Abflussrohr. Ist dieser Kanal verkalkt, staut sich Wasser im Überlauf und läuft nicht mehr ab. Man erkennt das daran, dass nach dem Spülen Wasser in der Überlauföffnung stehen bleibt oder unangenehm riecht. In solchen Fällen reicht es nicht, nur die sichtbare Öffnung von außen zu behandeln. Der Kanal muss mit durchgespült werden.
Kalk im Leitungswasser ist chemisch betrachtet Calciumcarbonat. Es entsteht, wenn hartes Wasser mit gelöstem Calcium und Hydrogencarbonat durch Erwärmen oder Druckveränderungen ausfällt. Dieser Kalk setzt sich nicht nur in Rohren und an Armaturen ab, sondern verändert auch den Geschmack des Wassers. Viele Menschen beschreiben hartes Wasser als „kalkig", „kreidig" oder „trocken". Der Grund liegt nicht in einem giftigen Stoff, sondern in der Verschiebung des pH-Werts und der Ionenbalance. Calcium- und Magnesiumionen binden einen Teil der Aromastoffe, die sonst für einen frischen, weichen Geschmack sorgen. Gleichzeitig kann sich der Geschmack von Chlor oder anderen Desinfektionsmitteln verstärken, weil Kalk deren Abbau verzögert.
Ein häufiger Fehler ist der Einsatz von scharfen Metallbürsten oder Schmirgelpapier. Damit zerkratzt man die Oberfläche, und die Kratzer bieten Kalk noch mehr Halt. Besser sind Nylonbürsten, Zahnstocher für Ritzen oder ein dünner Draht, der den Kanal vorsichtig durchstößt. Ein weiterer Fehler: Reiniger zu kurz einwirken lassen. Kalk braucht Zeit, oft mehrere Stunden. Wer nach fünf Minuten aufgibt, entfernt nur die oberste Schicht und wundert sich, dass die Kruste wiederkommt.
Für den Wasserkocher bedeutet das: Ein Tischfilter verlängert die Zeit bis zur sichtbaren Verkalkung, beseitigt sie aber nicht. Bei täglicher Nutzung und mittlerer Wasserhärte muss der Kocher je nach Filterleistung alle zwei bis sechs Wochen entkalkt werden. Ohne Filter wären es vielleicht alle ein bis drei Wochen. Der Unterschied ist messbar, aber kein Grund, auf das Entkalken zu verzichten.
Warum Kalt- und Warmwasser getrennt gespült werden müss
Nach der Reinigung lohnt sich eine einfache Vorbeugung: Den Duschkopf nach jedem Duschgang kurz auf höchster Strahlstufe leer laufen lassen, damit Restwasser aus den Düsen gedrückt wird. Stehendes Wasser ist die Hauptursache für schnelle Verkalkung. Wer zusätzlich einmal pro Woche eine kurze Säurespülung macht, hält die Düsen dauerhaft frei. Ein weiterer Fehler ist das Trockenwischen mit einem rauen Schwamm. Mikrokratzer auf der Oberfläche bieten Kalk neue Haftpunkte. Ein weiches Tuch oder ein Abzieher ist die bessere Wahl. Wer diese Punkte beachtet, muss den Duschkopf nicht abschrauben und spart sich den Austausch.
So lösen Sie die Kalkkruste am Überlauf Für leichte bis mittlere Verkalkung genügt eine Paste aus Backpulver und Wasser. Man mischt beides zu einem dickflüssigen Brei, trägt ihn mit einem alten Pinsel oder Zahnbürste auf die betroffenen Stellen auf und lässt ihn mindestens 30 Minuten einwirken. Anschließend mit einer weichen Bürste nacharbeiten und gründlich mit warmem Wasser nachspülen. Alternativ kann man handelsüblichen Kalkreiniger auf Säurebasis verwenden, aber nur, wenn das Material des Beckens und der Armatur säurebeständig ist. Bei Naturstein, Emaille mit Rissen oder bestimmten Kunststoffen kann Säure dauerhafte Schäden verursachen.
Welche Filtertypen tatsächlich Kalk im Kocher reduzieren Umkehrosmose-Anlagen entfernen über 95 Prozent aller gelösten Mineralien und damit auch fast den gesamten Kalk. Sie sind jedoch teuer in der Anschaffung, verbrauchen Wasser und benötigen Platz unter der Spüle. Enthärtungsanlagen mit Salz arbeiten ähnlich gründlich, tauschen Calcium gegen Natrium. Einfache Kartuschenfilter mit Aktivkohle entfernen dagegen kaum Kalk, sondern vor allem Chlor und Gerüche. Wer nur einen solchen Filter nutzt, sieht nach wenigen Wochen wieder die weiße Kruste. Wichtig: Die Angaben auf der Verpackung beziehen sich oft auf Idealbedingungen im Labor, nicht auf den realen Haushalt.
Bei hartnäckigen Ablagerungen hilft Essigessenz, verdünnt mit Wasser im Verhältnis 1:1. Man tränkt ein Stück Küchenpapier oder einen Lappen damit, legt ihn auf die Kalkstellen und lässt ihn einige Stunden einwirken. Wichtig: Essig greift Kalk an, aber auch Metall. Verchromte Armaturen und Aluminiumteile sollten nicht länger damit in Kontakt kommen, sonst können Flecken oder Korrosion entstehen. Nach der Einwirkzeit mit klarem Wasser nachspülen und trockenwischen. Wer empfindliche Oberflächen hat, testet die Mischung zuerst an einer unauffälligen Stelle.