Das Tuch abnehmen und die gelöste Kalkmasse mit einer weichen Zahnbürste oder einem Mikrofasertuch abwischen. Dabei kreisen, nicht schrubben. Anschließend gründlich mit klarem Wasser nachspülen, damit keine Säurereste auf dem Chrom zurückbleiben. Wer den Kalkentferner länger einwirken lässt, riskiert Flecken, die wie eingebrannt aussehen. Bei verkalkten Perlstrahlern am Auslauf hilft es, den Strahlregler abzuschrauben und über Nacht in eine Citronensäurelösung zu legen. Danach unter fließendem Wasser abspülen und wieder einsetzen.
Am Ende entscheidet nicht das teuerste Reinigungsmittel, sondern die Routine. Abziehen, gelegentlich imprägnieren, Säure nur bei Bedarf und nie scheuern. Wer diese Reihenfolge einhält, sieht Kalkflecken deutlich seltener – und wenn doch, lassen sie sich in wenigen Minuten entfernen statt in einer halben Stunde.
Fugen brauchen andere Mittel als Fliesen Zementfugen bestehen aus Kalk und Sand – sie reagieren auf Säure genauso wie der Kalkbelag, den man entfernen will. Deshalb darf die saure Lösung nicht in die Fugen eindringen. Wer mit einem Schwamm arbeitet, sollte ihn vorher gut ausdrücken und nur über die Fliesen führen, nicht über die Fugen streichen. Ein bewährter Trick ist das Abkleben: Kreppband entlang der Fugen schützt zuverlässig, kostet aber Zeit. Alternativ arbeitet man in kleinen Abschnitten und spült sofort mit klarem Wasser nach, damit keine Säure in den Fugen verbleibt.
Hartnäckige Ränder am Flaschenhals bekommt man mit mechanischer Unterstützung weg. Bewährt haben sich grobe Reiskörner, getrocknete Linsen oder grobes Salz, zusammen mit der Säurelösung eingefüllt. Die Karaffe verschließen und kräftig schwenken. Die Körner wirken wie kleine Schmirgelsteine und lösen den Belag an Stellen, an die keine Bürste passt. Vorsicht bei dünnem Kristallglas und bei handbemalten Gefäßen: Dort können die Körner Kratzer oder Abrieb verursachen. Wer unsicher ist, testet an einer unauffälligen Stelle oder verzichtet auf die körnige Variante.
Am zuverlässigsten arbeitet Amidosulfonsäure. Sie löst Kalk schnell, greift Sanitärkeramik und Chrom nicht an und bleibt auch in höherer Konzentration handhabbar. Wichtig ist die Einwirkzeit: Bei reinem Kalk genügen wenige Minuten, bei Urinstein sind es eher mehrere Stunden. Wer die Säure nur kurz einwirken lässt und dann nachschüttet, verschwendet Material und erreicht die untere Schicht nicht. Besser ist eine einmalige, ausreichend dosierte Anwendung mit langer Standzeit.
Eine schonende Alternative ist die Reinigung mit warmem Wasser und einem alkalischen Grundreiniger. Kalk löst sich zwar nicht vollständig, aber die Verbindung aus Tensiden und Wärme weicht den Belag auf. Anschließend mit einer weichen Bürste nacharbeiten. Wer regelmäßig trocken nachwischt, verhindert, dass sich überhaupt ein Kalkschleier bildet. Ein Abzieher nach dem Duschen reduziert die Wasserflecken deutlich.
Ein bewährter Ansatz ist die mechanische Vorarbeit. Ein Kunststoffschaber oder eine weiche Bürste löst oberflächliche Krusten, ohne die Fuge zu verkratzen. Keine Drahtbürste, kein Stahlschwamm – diese hinterlassen Kratzer auf Fliesen und zerstören die Fugenoberfläche. Nach dem Trocknen lässt sich der lose Kalk oft schon mit einem feuchten Mikrofasertuch abwischen.
Wer Kalk und Urinstein in einem Arbeitsgang entfernen will, fährt mit Amidosulfonsäure am besten. Sie deckt beide Ablagerungsarten ab, ist berechenbar in der Wirkung und schont die meisten Materialien. Entscheidend sind Konzentration, Einwirkzeit und das Absenken des Wasserstands — nicht die Zahl der Anwendungen. Wer diese drei Punkte beachtet, vermeidet den häufigsten Fehler: eine Säure zu wählen, die nur den Kalk sieht und den Urinstein stehen lässt.
Kalkablagerungen auf Fliesen entstehen durch hartes Wasser, das beim Trocknen seine Mineralien zurücklässt. Besonders nach dem Duschen oder Wischen bildet sich ein dünner, grauweißer Schleier, der mit der Zeit fester wird. Wer ihn einfach wegschrubbt, trägt oft mehr ab als nötig – vor allem an den Fugen, die empfindlicher sind als die Fliese selbst. Der erste Schritt ist deshalb immer eine gründliche Bestandsaufnahme: Handelt es sich um reinen Kalk oder um Seifenreste, die sich mit Kalk vermischt haben?
Für hartnäckige Beläge eignet sich eine schwache Säurelösung, die nur auf die Fliese aufgetragen wird. Dazu einen Tropfen Spülmittel als Netzmittel geben, damit die Lösung besser haftet. Mit einem Pinsel oder einer Sprühflasche gezielt arbeiten, nicht flächig über die Fugen sprühen. Nach maximal zwei Minuten mit klarem Wasser abspülen und die Fläche trocken wischen. Bei Naturstein wie Marmor oder Travertin ist von Säure grundsätzlich abzuraten, weil sie den Stein ätzt.

Die praktische Vorgehensweise: Oberfläche vorher mit warmem Wasser benetzen, damit die Säure nicht sofort abläuft. Dann die Säure unverdünnt oder nach Vorgabe ansetzen und mit einem Tuch oder Papier abdecken, damit sie nicht verdunstet. Je nach Schichtdicke mehrere Stunden, bei starkem Urinstein über Nacht einwirken lassen. Anschließend mit einer Bürste nacharbeiten und gründlich klar spülen. Bei Toiletten den Wasserstand vorher absenken, damit die Säure nicht verdünnt wird.