
Vor dem Gießen das Glas langsam vorwärmen, nicht auf die Heizung stellen, sondern in warmes Wasser legen oder mit einem Föhn auf etwa 40 Grad bringen. Das Wachs sollte nicht kochen. Wachs mit einer Gießtemperatur um 60 bis 70 Grad Celsius reicht aus; wer bei 90 Grad eingießt, riskiert Risse. Nach dem Gießen das Gefäß auf ein Holzbrett oder eine Silikonmatte stellen, nicht auf kalten Stein oder Metall. Ein zu schnelles Abkühlen erzeugt dieselbe Spannung wie zu schnelles Erhitzen.
Auch die Schmelzgrube spielt eine Rolle. Bildet sich ein Tunnel, weil die Kerze zu kurz brannte, steht der Docht später zu tief und die Flamme bekommt zu wenig Luft. Beim ersten Brennen sollte die Kerze so lange brennen, bis die Wachsoberfläche vollständig flüssig ist — je nach Durchmesser ein bis drei Stunden. Danach den Docht wieder kürzen. Bei Kerzen in Gefäßen darauf achten, dass der Rand nicht überhitzt; rußende Flammen hinterlassen dort schwarze Ränder, die sich kaum entfernen lassen.
Ein häufiger Fehler ist das dauerhafte Kipplüften. Dabei wird kaum Luft ausgetauscht, aber die Wand kühlt aus. Kalte Wände ziehen Kondenswasser an – die Feuchtigkeit wandert tiefer ins Mauerwerk. Richtig ist Stoßlüften: zwei- bis dreimal täglich für fünf bis zehn Minuten alle Fenster weit öffnen, im Winter kürzer, im Sommer länger. Ein weiterer Fehler ist das Zumstellen von Heizkörpern mit Möbeln oder Vorhängen. Die warme Luft erreicht die Wand nicht, sie bleibt kalt und feucht. Halte mindestens 30 Zentimeter Abstand zwischen Heizkörper und Möbelstück.
Häufige Fehler: zu warmes Wasser verwenden, das den Gips schneller abbinden lässt als man gießen kann; den Gips in das Wasser schütten statt umgekehrt; oder den Stein nach dem Entformen in die Sonne legen, wodurch er rissig wird. Auch das Mischen mit einem elektrischen Rührer schlägt zu viele Luftblasen ein. Wer den Stein später bemalen will, sollte ihn vorher vollständig trocknen lassen, sonst platzt die Farbe auf. Für einen kräftigeren Duft mehrere Steine in einem Raum verteilen, statt einen einzigen zu überladen.
Ein häufiger Fehler ist der Einsatz von Heizlüftern oder direkter Sonneneinstrahlung. Zu schnelles Trocknen führt bei Ton, Holz oder Verbundwerkstoffen zu Spannungsrissen. Besser ist eine langsame Trocknung bei Raumtemperatur mit guter Luftzirkulation. Ein Ventilator, der die Luft im Raum bewegt, beschleunigt den Abtransport der Feuchtigkeit, ohne das Material zu belasten. Bei starken Rückständen oder Geruch kann eine milde Lösung aus Wasser und Essig helfen, jedoch nur bei dafür geeigneten Materialien. Nach der Reinigung gründlich mit klarem Wasser nachspülen und erneut trocknen.
Vorbeugend hilft es, das Gefäß nicht in feuchten Räumen zu lagern und Temperaturschwankungen zu vermeiden. Bei Trinkflaschen und Vorratsdosen regelmäßig Dichtungen prüfen und bei Verschleiß austauschen. Wer diese Punkte beachtet, verhindert, dass feuchte Stellen überhaupt entstehen. Tritt trotzdem Feuchtigkeit auf, ist die konsequente Trocknung mit anschließender Ursachenprüfung der einzige Weg, um das Gefäß dauerhaft nutzbar zu halten.
Ursachen prüfen statt nur trocknen Feuchte Stellen entstehen durch Kondensation, undichte Stellen oder hygroskopische Materialien. Kondensation tritt auf, wenn das Gefäß kalt ist und warme, feuchte Luft eindringt. Undichte Stellen zeigen sich oft an Nähten, Dichtungen oder Rissen. Hygroskopische Materialien wie unglasierten Ton oder bestimmte Kunststoffe ziehen Feuchtigkeit aus der Luft und geben sie langsam wieder ab. Um die Ursache einzugrenzen, das Gefäß bei Zimmertemperatur mehrere Stunden beobachten: Bildet sich die Feuchtigkeit nur nach Temperaturschwankungen, ist Kondensation wahrscheinlich. Bleibt sie konstant, liegt eher eine undichte Stelle oder ein Materialproblem vor.
Wenn die Feuchtigkeit nach zwei bis drei Tagen Trocknung nicht verschwindet, ist das Gefäß für die vorgesehene Nutzung ungeeignet. In diesem Fall sollte es nicht weiterverwendet werden, insbesondere nicht für Lebensmittel. Bei geschlossenen Behältern kann ein Silicagel-Beutel die Restfeuchte binden, ersetzt aber keine Reparatur. Wer das Gefäß regelmäßig nutzt, sollte es nach jeder Verwendung vollständig trocknen lassen und erst dann verschließen. Ein feuchtes Gefäß zu verschließen ist der sicherste Weg, um Schimmel zu züchten.
Die Tülle ist eine hohle Aufnahme, in die der untere Teil der Kerze gesteckt wird. Sie eignet sich für Stumpenkerzen mit passendem Durchmesser. Wichtig ist, dass die Kerze nicht zu locker sitzt: Ein Spiel von mehr als einem Millimeter führt dazu, dass sie sich neigt und einseitig abbrennt. Zu enge Tüllen sind ebenso problematisch, denn beim Hineindrücken splittert Wachs ab, und die Kerze steht später nicht gerade. Prüfen Sie vor dem Kauf den Innendurchmesser der Tülle und messen Sie den Fußdurchmesser Ihrer Kerzen. Eine Tülle mit leicht konischem Verlauf hält runde Kerzen besser als eine zylindrische.