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Die Frage nach dem richtigen Durchmesser stellt sich fast immer dann, wenn ein Loch in die Wand muss und der Dübel noch in der Schublade liegt. Entscheidend ist nicht der Durchmesser des Dübels allein, sondern das Verhältnis zwischen Bohrloch, Dübel und Schraube. Ein zu großes Loch führt dazu, dass der Dübel durchrutscht, ein zu kleines verhindert, dass er sich spreizt. Als Faustregel gilt: Der Bohrer entspricht dem Nenndurchmesser des Dübels, die Schraube ist etwas dünner als dieser Nenndurchmesser. Ein 8-mm-Dübel braucht also ein 8-mm-Loch und eine Schraube mit etwa 5 bis 6 mm Durchmesser.

Die Luftfeuchtigkeit spielt im Winter ebenfalls eine Rolle. Heizungsluft ist oft trocken, was das Trocknen beschleunigt und das Risiko von Rissen erhöht. Steigt die Feuchtigkeit dagegen durch Kochen oder Duschen in angrenzenden Räumen, kann die Farbe nicht richtig aushärten. Ein Hygrometer zeigt, ob der Wert zwischen 40 und 60 Prozent liegt. Liegt er darunter, hilft ein einfacher Wasserverdunster auf der Heizung – aber nur, wenn die Temperatur stabil bleibt. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit sollte man stoßlüften und den Raum kurzzeitig abkühlen lassen, aber nicht unter 15 Grad.

Vor dem Bohren lohnt der Blick auf das Material. In Beton und Vollstein hält ein Dübel allein durch Reibung und Spreizung, das Loch darf hier maximal so groß sein wie der Dübel. In Hohlblockstein, Gipskarton oder Porenbeton reicht die Spreizung oft nicht aus. Dort braucht es spezielle Dübel, deren Durchmesser sich nach der Plattenstärke und der zu erwartenden Last richtet. Ein normaler Spreizdübel in einer Hohlwand ist ein klassischer Fehler: Er dreht durch, die Schraube zieht sich heraus, und die Last fällt herunter.

Nachdem die Ecke vorgestrichen ist, folgt sofort die Wandfläche mit der Rolle. Arbeiten Sie zügig, damit die vorgestrichene Ecke noch feucht ist, wenn die Rolle sie erreicht. Auf diese Weise verbinden sich beide Aufträge, ohne dass eine Trocknungskante entsteht. Rollen Sie die Farbe in Bahnen, die leicht über die Ecke hinausgehen, aber nicht gegen die angrenzende Wand drücken. Ein häufiger Fehler ist, die Rolle zu stark an die Ecke zu pressen: Dadurch wird Farbe seitlich herausgedrückt und läuft als Tropfen die Wand hinunter.

Der häufigste Fehler ist, nur einmal kurz über die Wand zu streichen und dann zu bohren. Leitungssucher müssen langsam und in mehreren Richtungen geführt werden, sonst übersehen sie Signale. Ein weiterer Fehler: Die Empfindlichkeit wird zu hoch eingestellt. Dann schlägt das Gerät bei jeder Metallverstärkung an oder zeigt Leitungen an, wo keine sind. Umgekehrt ist eine zu niedrige Einstellung gefährlich, weil echte Leitungen nicht erkannt werden. Vor dem Bohren sollte die Messung mit einem Probelauf an einer bekannten Leitung überprüft werden, etwa an einer freiliegenden Steckdose. So lässt sich einschätzen, wie zuverlässig das Gerät arbeitet.

Beim sandenden Putz arbeitet man sich schrittweise vor: lose Körner mit einer harten Bürste oder einem Spachtel entfernen, dann die Fläche gründlich abwaschen, um Salze und Staub zu beseitigen. Trocknen lassen. Wenn die Oberfläche danach noch immer sandet, muss weiter abgetragen werden. Bei kreidender Farbe hilft oft ein Abwaschen mit einem milden Reinigungsmittel und anschließendem Abbürsten. Dispersionsfarbe, die stark kreidet, lässt sich meist nicht durch Überstreichen retten, weil die alte Schicht keine Haftung mehr bietet.

Sandender Putz und kreidende Farbe sehen auf den ersten Blick unterschiedlich aus, haben aber dieselbe Ursache: Der Untergrund ist nicht mehr in der Lage, eine nachfolgende Beschichtung zu tragen. Sandender Putz verliert oberflächlich Körner, weil das Bindemittel im Putz durch Witterung, Salze oder falsche Vorbehandlung abgebaut wurde. Kreidende Farbe pulverisiert, weil das Bindemittel der Farbe zerstört ist und Pigmente frei auf der Wand liegen. In beiden Fällen hält keine neue Schicht, egal wie hochwertig sie ist.

Wer sandenden Putz oder kreidende Farbe einfach überstreicht, riskiert Abplatzungen, Blasen und Risse innerhalb weniger Monate. Die sichtbare Ursache ist dann die neue Farbe, die tatsächliche liegt tiefer. Deshalb gilt: Erst prüfen, dann entfernen, dann grundieren, erst danach beschichten. Wer diese Reihenfolge einhält, spart sich den zweiten Anstrich und hat länger Ruhe.

Bevor irgendetwas gestrichen oder verputzt wird, muss die Tragfähigkeit geprüft werden. Ein einfacher Kratztest mit dem Fingernagel oder einem Spachtel zeigt, ob sich Material löst. Beim kreidenden Anstrich reibt man mit einem feuchten Tuch über die Fläche: Färbt es deutlich ab, ist die Farbe nicht mehr bindemittelfähig. Beim sandenden Putz reicht oft schon eine Bürste, um zu sehen, wie tief die Sandung geht. Nur wenn der Untergrund fest und saugfähig ist, darf weitergearbeitet werden.

Nach dem Freilegen eines festen Untergrunds folgt eine passende Grundierung. Sie muss zum späteren Beschichtungsmaterial passen. Bei mineralischen Untergründen sind silikatische oder lösemittelfreie Grundierungen üblich, bei stark saugenden Flächen können zwei dünne Aufträge nötig sein. Wichtig ist, die Trockenzeiten einzuhalten. Zu frühes Überarbeiten führt dazu, dass die Grundierung wieder aufweicht und die Haftung verloren geht. Auch das Mischen von Systemen unterschiedlicher Hersteller ist eine häufige Fehlerquelle.
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