0 votes
Ein weiterer praktischer Punkt ist die Umgebung. Steel-Dart verlangt eine freie Wand hinter der Scheibe, sonst bleiben Spuren in Tapete oder Holz. Soft-Dart benötigt Strom für die elektronische Scheibe und einen ruhigen Platz, weil die Sensoren auf Erschütterungen reagieren. Wer in einer Mietwohnung mit hellhörigen Wänden spielt, ist mit Soft-Dart oft besser beraten, weil kein lautes Einschlagen entsteht. Wer dagegen im Keller oder in einem Club mit Sisal-Scheibe trainiert, bleibt beim Steel-Dart. Die Wahl ist also keine Geschmacksfrage, sondern eine Frage des Raums.

Ein Dartboard hängt selten dort, wo es hingehört. Wer einfach einen Nagel in die Wand schlägt und das Board daran befestigt, spielt dauerhaft mit falschen Distanzen und wundert sich über schlechte Würfe. Dabei lässt sich die richtige Position mit zwei Maßangaben eindeutig bestimmen. Die eine betrifft die Höhe, die andere den Abstand zur Abwurflinie. Beide Werte sind standardisiert und gelten unabhängig davon, ob zu Hause trainiert oder mit Freunden gespielt wird.

Ein oft übersehener Punkt ist die Aufwärmphase. Zu zweit neigen viele dazu, sofort mit voller Konzentration zu starten. Besser sind fünf bis zehn Würfe auf die großen Felder, ohne Wertung. Das lockert die Schulter und verhindert, dass der erste Wurf über die Schulter geht. Achten Sie außerdem auf die gleiche Distanz zur Dartscheibe. Unterschiedliche Abwurflinien für beide Spieler sind ein stiller Regelbruch, der später zu Streit führt. Messen Sie einmal nach und markieren Sie die Linie mit Klebeband.

Eine neue Dartscheibe aus gepresstem Kork oder Sisal wirkt fest und griffbereit, doch die Oberfläche ist werksseitig mit einer dünnen Schicht aus Staub und Pressrückständen überzogen. Wer sofort wirft, stellt schnell fest, dass die Pfeile kaum haften oder seitlich abrutschen. Das Einbrennen sorgt dafür, dass sich die Fasern leicht öffnen und die Spitzen beim Auftreffen sauber greifen. Ohne diesen Schritt bleibt das Spielgefühl unruhig, und die Scheibe nutzt sich an den falschen Stellen ab.

Beim Schraubwurf, also dem klassischen Wurf aus dem Stand mit Drehung, wird der Abstand hauptsächlich über die Fußstellung reguliert. Steht der Wurfarm zu weit vom Körper weg, wandert der Abwurfpunkt nach hinten und der Abstand wächst. Korrigiere hier, indem du den hinteren Fuß näher an die Wurflinie setzt und die Hüfte früher öffnest. Ein häufiger Fehler ist, den Abstand durch mehr Armschwung ausgleichen zu wollen. Das führt zu unkontrollierten Würfen. Besser ist es, die Beine arbeiten zu lassen und den Arm nur zu führen.

Ein häufiger Fehler ist der Kauf von schweren Profi-Pfeilen, weil sie im Laden „besser" wirken. Anfänger werfen mit leichteren Pfeilen deutlich kontrollierter. Achte darauf, dass die Pfeile zum Board passen: Weiche Spitzen (Softdarts) sind für elektronische Scheiben gedacht, Stahlspitzen für Sisal. Wer beides mischt, beschädigt das Board. Die mitgelieferten Pfeile sind meist brauchbar, aber Ersatzschäfte und Flights (die Fähnchen) gehören von Anfang an dazu, weil sie schnell verschleißen.

Für Einsteiger ist Soft-Dart der einfachere Einstieg, weil die Scheibe die Punkte zählt und das Training strukturierter wirkt. Wer jedoch ernsthaft Turniere spielen will, kommt an Steel-Dart nicht vorbei, da die meisten Verbände auf Sisal setzen. Ein häufiger Fehler ist, Soft-Dart als reines Kinderspielzeug abzutun. Moderne elektronische Scheiben bieten dieselben Distanzen und dieselben Doppel-Felder. Umgekehrt ist Steel-Dart kein Garant für Präzision. Ohne regelmäßiges Training bleiben beide Varianten auf demselben Niveau. Entscheide dich für eine Variante und bleibe für mindestens einige Wochen dabei, sonst wechselst du ständig die Technik und kommst nicht voran.

Die Pflege beginnt mit dem richtigen Aufhängen. Eine Dartscheibe gehört nicht in feuchte Räume, denn Feuchtigkeit lässt Kork und Sisal aufquellen. Die Scheibe sollte außerdem regelmäßig gedreht werden, damit sich das Spiel nicht auf wenige Segmente konzentriert. Bei einer runden Scheibe mit drehbaren Zahlenkranz lässt sich die gesamte Fläche durch Versetzen der Segmente gleichmäßig belasten. Wer das ignoriert, bekommt nach einigen Monaten ein tiefes Loch im beliebtesten Doppelfeld und muss die Scheibe früher ersetzen.

Zum Reinigen reicht eine weiche Handbürste, mit der Fasern aufgerichtet und Staub entfernt werden. Wasser, Reinigungsmittel oder gar Öl haben auf der Oberfläche nichts zu suchen: Sie verkleben die Fasern und zerstören die Griffigkeit dauerhaft. Auch das Anfeuchten der Spitzen, ein oft wiederholter Ratschlag, ist bei modernen Scheiben unnötig und schadet dem Material. Wer die Scheibe regelmäßig mit der Bürste bearbeitet und nach dem Spiel Staub abklopft, hält sie über Jahre hinweg in gutem Zustand.

Der häufigste Fehler ist das sogenannte „Ausbullen", also das Werfen auf die Mitte, ohne vorher festzulegen, was bei einem Treffer passiert. Ein Dart in der Mitte zählt nicht automatisch als Doppel oder Triple, und ein knapper Wurf neben dem Zentrum wird oft falsch bewertet. Legen Sie vor dem ersten Wurf fest: Ein Treffer im äußeren Ring zählt, ein Treffer im inneren Ring zählt doppelt, und bei Gleichstand wird der Wurf wiederholt. Wer das nicht regelt, diskutiert später über Millimeter.
ago by (120 points)

Your answer

Privacy: Your email address will only be used for sending these notifications.
...