Für einzelne Fliesen eignet sich ein flexibler Fliesenkleber auf Zementbasis, der für den Innenbereich und feuchte Räume zugelassen ist. Dispersionskleber ist einfacher in der Handhabung, aber weniger belastbar, wenn der Spiegel später schwer wird. Die Fliesen werden mit einer Zahnkelle auf der Rückseite mit Kleber versehen und mit leichtem Druck an die Wand gedrückt. Zwischen den Fliesen sollten Fugen von zwei bis drei Millimetern bleiben, damit später verfugt werden kann. Ein Kreuz aus Fugenkellen oder einfache Zahnstocher halten die Abstände gleichmäßig.
Leitungen verlaufen selten zufällig. In Wohngebäuden gibt es feste Regeln, an die sich Installateure halten. Stromkabel liegen in der Regel waagerecht oder senkrecht zu den Anschlüssen, also über und neben Steckdosen und Schaltern, oft in etwa 30 Zentimetern Abstand vom Boden oder von der Decke. Wasserleitungen laufen meist senkrecht zu den Armaturen und waagerecht zwischen den Stockwerken. Besonders tückisch sind Diagonalen oder wild verlegte Kabel aus früheren Umbauten. Wer sich nur auf den Augenschein verlässt, bohrt irgendwann genau in eine solche Überraschung.
Die eigentliche Arbeit beginnt mit der Vorbereitung. Steckdosen und Lichtschalter abkleben, Fußleisten abdecken, Böden mit Malervlies schützen. Wer direkt auf den alten Boden streicht, zahlt später für die Reinigung oder den Austausch. Beim Streichen zuerst die Decke, dann die Wände, zuletzt die Heizkörper. Zwischen zwei Anstrichen mindestens vier Stunden warten, auch wenn die Farbe trocken wirkt. Zu schnelles Nachstreichen führt zu Streifen und Blasen, die sich später nicht mehr korrigieren lassen.
Kleine Etappen sind: eine Wand streichen, eine Tür lackieren, Silikonfugen erneuern, eine Steckdose versetzen, einen Schrank ausräumen und abwischen. Für solche Aufgaben reichen 90 Minuten, wenn das Material vorher bereitliegt. Lege am Vortag alles zurecht: Farbe, Pinsel, Abdeckfolie, Kreppband, Reinigungstücher. Das spart am Abend mindestens zwanzig Minuten Suchzeit. Ziehe Arbeitskleidung an, die schmutzig werden darf, und decke den Boden großzügig ab. Ein häufiger Fehler ist zu wenig Abdeckung: Ein Tropfen Farbe auf Parkett kostet mehr Zeit als das gesamte Streichen.
Wo 5 bis 8 mm sinnvoll sind und wann 10 mm Pflicht werden Im Außenbereich, auf Balkonen, Terrassen oder bei Fußbodenheizung sind 5 bis 8 mm Fugenbreite die richtige Wahl. Die Fuge wirkt hier als Dehnungsfuge zwischen den Fliesen und kompensiert die stärkeren Temperaturschwankungen. Bei XXL-Platten mit Kantenlängen über 120 cm, die im Dünnbett auf Flexkleber verlegt werden, empfehlen viele Verarbeiter sogar 8 bis 10 mm. Entscheidend ist dabei nicht die Optik, sondern die Bewegung: Eine 10-mm-Fuge kann mehr aufnehmen als drei 3-mm-Fugen, weil sich die Verformung über eine größere elastische Masse verteilt. Wer hier aus optischen Gründen zu knapp plant, handelt sich früher oder später Schäden ein.
Ein weiterer typischer Fehler ist das Nachbessern trockener Stellen. Wer nach zehn oder fünfzehn Minuten noch einmal über eine bereits angezogene Ecke streicht, produziert fast sicher eine sichtbare Kante. Farbe, die einmal begonnen hat zu trocknen, darf nicht mehr verrollt oder verpinselt werden. Planen Sie deshalb jede Ecke als abgeschlossenen Arbeitsgang und gehen Sie erst zur nächsten über, wenn die erste fertig ist.
Ein häufiger Fehler ist, die Fugenbreite nur nach dem Geschmack zu wählen und die technischen Randbedingungen zu ignorieren. Besonders kritisch wird es, wenn Fliesen unterschiedlicher Chargen gemischt werden: Dann können Längen- und Breitentoleranzen von bis zu 0,5 mm pro Platte auftreten, die eine 3-mm-Fuge schnell zum Problem machen. Ebenso problematisch ist das Verlegen ohne ausreichende Randfugen. An Wandanschlüssen, Türdurchgängen und Eckübergängen gehört eine elastische Fuge von mindestens 5 mm, die mit dauerelastischem Silikon oder Acryl verschlossen wird – nicht mit starrem Fugenmörtel.
Wer die Fugenbreite richtig dimensioniert, gewinnt nicht nur optische Ruhe, sondern auch dauerhafte Funktion. Die konkrete Wahl hängt vom Format, der Fliesenart, dem Untergrund und der Nutzung ab – pauschal gibt es keine einzige richtige Zahl. Als Orientierung gilt: 3 mm bei rektifizierten Großfliesen im Innenbereich, 5 mm bei Naturkanten und Fußbodenheizung, 8 bis 10 mm bei XXL-Platten im Außenbereich. Wer diese Werte einhält und zusätzlich Rand- und Bewegungsfugen korrekt ausführt, vermeidet die typischen Schäden großer Formate zuverlässig.
Bei der Verarbeitung zählt neben der Breite auch die Gleichmäßigkeit. Fugenkreuze in der passenden Nennweite, regelmäßig kontrolliert und nach jedem Verlegeabschnitt nachgesetzt, verhindern das Verrutschen. Der Fugenmörtel muss zur Fugenbreite passen: Für schmale Fugen bis 3 mm eignet sich feinkörniger Mörtel, für breitere Fugen grobkörniger, der weniger schwindet. Beim Ausfugen mit einem Gummischieber wird der Mörtel diagonal eingearbeitet und nach dem Anziehen mit einem Schwamm abgewaschen – nicht zu nass, sonst entstehen Randabrisse und ungleichmäßige Fugenflanken.