Wer die Zimmermitte für blühende Pflanzen nutzt, macht einen häufigen Fehler: Er düngt zu viel, um fehlendes Licht auszugleichen. Das führt zu weichen, langen Trieben, die keine Blüten tragen. Licht lässt sich nicht durch Nährstoffe ersetzen. Bei Blühpflanzen in der Zimmermitte sollten Sie den Standort alle paar Wochen wechseln: zwei Wochen am Südfenster, dann zurück. Dieser Wechsel simuliert natürliche Bedingungen und regt die Knospenbildung an.
Bei großen Kübeln oder mehreren Töpfen empfiehlt es sich, den Kies zwei bis drei Zentimeter hoch einzubringen und nach einigen Tagen zu prüfen, ob die Katze ihn wieder zur Seite schiebt. Falls ja, erhöhen Sie die Schicht oder wechseln Sie zu einer gröberen Körnung. Bewährt hat sich außerdem, den Kies leicht in die oberste Erdschicht einzudrücken, damit er nicht verrutscht. So bleibt die Erde geschützt, die Pflanze bekommt weiterhin Luft und Wasser, und die Katze verliert die Lust am Graben.
Untersetzer und Übertöpfe sind praktisch, aber gefährlich. Bleibt Wasser darin stehen, saugt die Erde es wie ein Docht nach oben. Gießen Sie deshalb nur so viel, dass nach zehn Minuten kein Rest im Untersetzer bleibt. Schütten Sie überschüssiges Wasser sofort weg. Wer von unten gießt, sollte den Topf nach dem Vollsaugen abtropfen lassen und nie dauerhaft im Wasser stehen lassen.
Warum grober Kies meist besser funktioniert als Streu oder Mulch Grobkörniger Splitt oder Zierkies stört die Katze an der empfindlichsten Stelle: an den Ballen. Beim Graben drücken die harten, kantigen Steine unangenehm in die Pfoten, ohne Verletzungen zu verursachen. Weiche Materialien wie Rindenmulch, Kokosfasern oder dekorative Streu geben nach und laden geradezu zum Buddeln ein. Auch kleine Kiesel unter fünf Millimetern sind ungeeignet, weil sie zwischen den Zehen hängen bleiben und die Katze das Scharren nicht als störend empfindet.
Manche setzen auf Alufolie oder doppelseitiges Klebeband auf dem Topfrand. Das funktioniert kurzfristig, ist aber unschön und klebt bei Nässe. Besser ist ein Gitter aus dünnen Holzstäben, das man kreuzweise über die Erde legt. Die Stäbe dürfen die Pflanze nicht berühren, sonst scheuert sie. Ein Gitter hält jahrelang und ist unsichtbar, sobald die Pflanze darüber wächst.
Was nicht hilft: schimpfen, Wasser spritzen oder laute Geräusche. Die Katze lernt nur, dass der Mensch unberechenbar ist, und gräbt weiter, sobald niemand hinsieht. Auch Pfefferspray oder scharfe Gewürze sind keine Lösung – sie reizen die Atemwege der Katze und schädigen bei Regen die Pflanze. Der zuverlässigste Schutz ist eine Kombination aus Barriere und unangenehmer Oberfläche. Wer einmal konsequent Steine und ein Gitter kombiniert, hat dauerhaft Ruhe und muss die Erde nicht austauschen.
Bevor Sie den Kies einfüllen, drücken Sie die Erde leicht an und entfernen Sie bereits vorhandene Lockerspuren. Kontrollieren Sie außerdem, ob die Katze den Topf als Toilette nutzt. In diesem Fall hilft Kies allein nicht dauerhaft. Stellen Sie dann zusätzlich ein sauberes Katzenklo in der Nähe auf und reinigen Sie es täglich. Erst wenn die Ursache beseitigt ist, wirkt die Kiesdecke zuverlässig.
Feiner Kies mit Körnungen zwischen acht und sechzehn Millimetern hat sich in der Praxis am häufigsten bewährt. Die Steine sind groß genug, dass sie nicht wie Streu durch die Krallen rutschen, aber klein genug, dass sie sich zu einer geschlossenen, dichten Decke legen. Eine Schicht von drei bis vier Zentimetern reicht. Wichtig: Der Kies muss scharfkantig oder zumindest unregelmäßig geformt sein. Runder Flusskies fühlt sich für viele Katzen angenehm an und wird deshalb oft trotzdem zum Graben genutzt.
So verlegst du die Matte richt
Ein häufiger Fehler ist eine zu dünne Schicht. Liegt der Kies nur ein bis zwei Zentimeter hoch, schiebt die Katze ihn mit wenigen Bewegungen zur Seite und erreicht die Erde darunter. Ebenso problematisch: Kies nur auf die Erde zu streuen, ohne den Topfrand mit einzubeziehen. Die Katze hebt dann den Kies über den Rand und gräbt von der Seite weiter. Füllen Sie deshalb die gesamte Topfoberfläche bis knapp unter den Rand auf.
Ein häufiger Fehler ist das Gießen mit kaltem Wasser direkt aus der Leitung. Frisch gelockerte Erde ist oft wärmer als das Leitungswasser. Der Temperatursprung kann feine Wurzeln schädigen und das Bodenleben stören. Lassen Sie das Wasser einige Stunden im Gießgefäß stehen, damit es sich angleicht. Ein weiterer Fehler ist das Lockern bei praller Mittagssonne. Besser ist der frühe Morgen oder der Abend, dann ist die Verdunstung geringer und das Wasser bleibt länger im Boden.
Gerüche, die abschrecken, ohne die Pflanze zu schädigen Katzen hassen bestimmte Gerüche. Bewährt haben sich Zitronenschalen, Kaffeesatz oder Essigwasser, aber nur in Maßen. Zitronenschalen direkt auf die Erde gelegt halten ein bis zwei Tage, dann verlieren sie ihre Wirkung. Kaffeesatz sollte dünn sein, sonst schimmelt er und schadet den Wurzeln. Essig niemals pur gießen: Ein Teil Essig auf zehn Teile Wasser, und auch das nur auf die Erde, nicht auf die Blätter. Wer zu viel Essig nimmt, verbrennt feine Wurzeln – die Pflanze kümmert danach wochenlang.