Erst ausmisten, dann mess
Unabhängig von der Stromart gelten dieselben Grundregeln: Leuchten außerhalb der Griffhöhe von Kleinkindern montieren, Kabel nicht frei hängen lassen, Steckdosen sichern und defekte Teile sofort ersetzen. Wer diese Punkte beachtet, muss sich nicht zwischen Akku und Kabel entscheiden, sondern kann beide Varianten dort einsetzen, wo sie ihre Stärken ausspielen.
Für die Praxis ergibt sich eine einfache Aufteilung. Als Nachtlicht oder mobile Leselampe ist eine Akkuleuchte sinnvoll, weil sie ohne Kabel auskommt und bei Bedarf mitgenommen werden kann. Für die Grundbeleuchtung im Zimmer ist eine fest installierte Decken- oder Wandleuchte mit Kabel die robustere Wahl, sofern sie von einer Fachkraft angeschlossen wurde. Kombiniert man beides, lässt sich die mobile Leuchte tagsüber aufladen und abends ins Bett mitnehmen, während die feste Leuchte den Raum gleichmäßig ausleuchtet. Wichtig ist, dass keine Leuchte in Reichweite der Kinder dauerhaft am Strom hängt.
Worauf es bei Akkuleuchten im Kinderzimmer ankommt Akku-Leuchten sind mobil und kommen ohne dauerhafte Netzverbindung aus. Das senkt das Risiko eines Stromschlags, weil keine Netzspannung im Spiel ist, solange das Ladegerät nicht angeschlossen ist. Genau hier liegt aber der zweite Punkt: Auch ein Akku wird geladen, und das Ladegerät arbeitet mit Netzspannung. Wird das Ladegerät dauerhaft in der Wand gelassen und das Kabel quer durchs Zimmer geführt, ist der Vorteil schnell aufgehoben. Besser ist es, die Leuchte außerhalb der Kinderreichweite zu laden, etwa auf einem hohen Regal oder in einem anderen Raum, und das Kabel nach dem Laden vollständig zu entfernen.
Kabelgebundene Leuchten arbeiten mit Netzspannung. Das bedeutet: Eine feste Installation an der Decke oder Wand ist unproblematisch, solange die Leitung fachgerecht verlegt ist. Sobald aber eine Steckdosenlampe mit losem Kabel in Reichweite des Bettes oder der Spielecke steht, entstehen typische Fehlerquellen. Häufig wird das Kabel hinter Möbeln eingeklemmt, über den Boden geführt oder mit Verlängerungen kombiniert. Kleine Kinder ziehen daran, stecken Gegenstände in die Steckdose oder wickeln sich das Kabel um den Hals. Deshalb gilt: Kabel im Kinderzimmer immer kurz halten, mit Kabelkanälen an der Wand befestigen und Steckdosen mit Kindersicherung versehen. Lose Kabel auf dem Boden gehören nicht in einen Raum, in dem getobt wird.
Abwaschbare Tapeten tragen eine dünne Kunststoffschicht, die Wasser abweist. Leichte Verschmutzungen lassen sich mit einem feuchten Schwamm und etwas Spülmittel abwischen. Typische Fehler: Zu nass arbeiten, sodass Feuchtigkeit in die Stoßkanten läuft und die Nähte aufquellen. Zu hart schrubben, wodurch die Oberfläche rau wird und der Glanz fleckig wirkt. Und Scheuermilch verwenden, die die Schutzschicht regelrecht abschleift. Für Kinderzimmer reicht in der Regel eine abwaschbare Vliestapete mit matter Oberfläche. Sie kaschiert kleine Unebenheiten besser als glänzende Varianten und blendet nicht, wenn Licht auf die Wand fällt.
Ein weiterer Unterschied betrifft die Wärme. Akkus können beim Laden warm werden, besonders wenn sie beschädigt sind oder das falsche Ladegerät verwendet wird. Billige Akkuleuchten ohne erkennbare Schutzschaltung bergen ein Brandrisiko. Darum sollte man auf fest verbaute Akkus mit Überladeschutz achten und beschädigte Gehäuse sofort aussortieren. Auslaufende Batterien oder aufgeblähte Akkus gehören nicht in Kinderhände, sondern zur fachgerechten Entsorgung. Bei kabelgebundenen Leuchten ist dagegen auf ausreichenden Abstand zu Vorhängen, Bettwäsche und Papier zu achten, weil Glühbirnen und manche LED-Module heiß werden können.
Die Mechanik braucht Pflege. Federn, Gasdruckdämpfer und Scharniere sollten je nach Nutzung alle paar Monate kontrolliert werden. Ein trockenes Quietschen ist ein Warnsignal, ebenso ein Bett, das nicht von selbst in der oberen Position bleibt. Bei Gasdruckdämpfern lässt die Kraft mit der Zeit nach; ein Austausch ist günstiger als ein komplettes neues System. Wer sein Kind das Bett selbst öffnen lässt, sollte prüfen, ob die Zugkraft für das Alter und die Körpergröße ausreicht. Ein zu schwergängiges Bett wird nicht genutzt, und dann steht es nur im Weg.
Beleuchtung im Kinderzimmer muss vor allem eines leisten: sicher sein. Ob eine Leuchte mit Akku oder eine mit Kabel betrieben wird, entscheidet dabei weniger über die Helligkeit als über die Art der Gefahren, die man im Alltag im Blick behalten muss. Wer die Unterschiede kennt, kann die passende Lösung für den jeweiligen Raum wählen, statt sich auf das Gefühl zu verlassen, eine Lampe sei schon irgendwie ungefährlich.
Beim Verschrauben gilt: keine Schraube zweimal verwenden. Alte Schrauben haben bereits Spuren von Zugbelastung, und das neue Loch im Holz fasst sie nicht mehr zuverlässig. Stattdessen Schrauben mit passendem Durchmesser und ausreichender Länge nehmen und immer vorbohren. Zu dünne Schrauben reißen im Langloch aus, zu dicke spalten das Seitenteil. Ein typischer Fehler ist auch, alle Verbindungen gleichzeitig festzuziehen. Besser ist es, den Rahmen erst locker zu montieren, die Matratze einzulegen und dann Schraube für Schraube anzuziehen.