Der Bedarf entsteht nicht erst, wenn ein Kind krabbelt. Relevant wird der Schutz, sobald das Kind Gegenstände gezielt in Öffnungen steckt, also meist zwischen dem achten und dem achtzehnten Lebensmonat. Wer neu baut oder saniert, sollte gleich Steckdosen mit erhöhtem Berührungsschutz einbauen. In bestehenden Wohnungen reicht es oft, nur die Dosen in Reichweite des Kindes auszutauschen: im Kinderzimmer, im Wohnzimmer, im Flur und in der Küche. Dosen hinter Schränken oder in einer Höhe über einem Meter sind weniger kritisch, aber ein vollständiger Austausch ist die sauberere Lösung.
Worauf es bei der Platzierung und Helligkeit ankom
Beim Kauf von Möbeln lohnt sich Zurückhaltung. Ein Wickeltisch, ein Bett, ein offenes Regal und eine bequeme Sitzgelegenheit für die Eltern sind genug. Schränke mit vielen Fächern verleiten dazu, sie mit Dingen zu füllen, die niemand braucht. Achte auf schadstoffarme Materialien und stabile Verarbeitung. Möbel, die kippen können, müssen an der Wand befestigt werden. Vermeide Rollen an Wickelkommoden, wenn der Boden nicht absolut eben ist.
Ein häufiger Fehler ist die Überfrachtung mit Dekoration und Spielzeug. Mobiles über dem Bett, Stofftiere im Bett und Spielbögen über der Wickelunterlage sind für Neugeborene eher Reizüberflutung als Förderung. In den ersten Wochen reicht der Blickkontakt und die Stimme der Eltern. Spielzeug kann später in kleinen Mengen dazukommen, wenn das Kind gezielt greift. Auch ein Babyphone ist nicht zwingend, wenn die Wohnung überschaubar ist – ein offenes Ohr und eine offene Tür tun es oft auch.
Beim Umbau auf 200 cm wird die Spannweite zwischen Kopf- und Fußteil deutlich größer. Ein einzelner Mittelholm, der vorher auf 140 cm lag, biegt sich auf der längeren Strecke durch. Richtig ist ein zweiteiliger Holm, der in der Mitte des Bettes mit einem Verbindungsstück oder einer Quertraverse gekoppelt wird. Die Auflagepunkte müssen dabei auf beiden Hälften gleich hoch sitzen, sonst kippt die Matratze zur Seite. Wer den Holm nur verlängert, ohne die Auflage zu prüfen, bekommt eine Liegefläche mit sichtbarer Kuhle in der Mitte.
Zunächst muss die passende Stelle gefunden werden. Eine Wand mit Tapete, Raufaser oder einem frisch gestrichenen Anstrich scheidet als Befestigungsgrund aus, wenn Bohren vermieden werden soll. Stattdessen eignen sich eine Fensterbank, ein Regalbrett, eine Kommode oder ein vorhandener Wandhaken, der bereits im Zimmer hängt. Entscheidend ist, dass die Unterlage stabil und waagerecht ist, denn eine wackelige Leiste lässt Bilder verrutschen und wirkt schnell unordentlich. Wer eine Leiste ohne Bohren anbringen will, sollte außerdem das Gewicht der Bilder und Rahmen realistisch einschätzen: Schwere Holzrahmen brauchen eine andere Lösung als leichte Papierzeichnungen.
Beim Aufhängen der Kunstwerke selbst gibt es ebenfalls Fallstricke. Schwere Bilder sollten unten aufliegen, nicht oben hängen, sonst kippt die Leiste nach vorn. Kleine Zeichnungen lassen sich mit Wäscheklammern, Klammern oder dünnen Schnüren befestigen, ohne dass die Blätter beschädigt werden. Wer mit Klebestreifen arbeitet, sollte darauf achten, dass sie sich rückstandsfrei lösen lassen, sonst zerreißt das Papier beim nächsten Wechsel. Sinnvoll ist es, die Leiste in einer Höhe anzubringen, die das Kind selbst erreicht, damit es seine Werke eigenständig austauschen kann. Eine zu hohe Leiste führt dazu, dass Erwachsene ständig eingreifen müssen.
Die zentrale Anschaffung ist eine sichere Schlafgelegenheit. Ein Babybett oder eine Wiege mit festem, atmungsaktivem Matratzenbezug und ohne Kissen, Decken oder Nestchen ist ausreichend. Weiche Polster und kuschelige Randverkleidungen erhöhen das Erstickungsrisiko und haben im Babybett nichts zu suchen. Achte darauf, dass die Gitterstäbe den vorgeschriebenen Abstand einhalten und der Lattenrost stabil sitzt. Ein Schlafsack ersetzt die Decke und verhindert, dass das Kind unter die Bettdecke rutscht. Stelle das Bett nicht direkt neben Heizung, Fensterzug oder Steckdosen.
Ein häufiger Fehler ist der Wechsel zwischen verschiedenen Lichtfarben im selben Raum. Manche Eltern nutzen abends ein warmes Nachtlicht, lassen aber gleichzeitig den Flur oder das Badezimmer hell erleuchtet. Das Kind sieht beim Hinausgehen kaltes Licht und wird dadurch wieder wach. Besser ist es, die gesamte Umgebung auf warme, gedimmte Beleuchtung umzustellen – mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen. Auch Bildschirme wie Tablets oder Fernseher gehören in dieser Zeit ausgeschaltet, weil sie ebenfalls blaues Licht abgeben.
Eine Bilderleiste im Kinderzimmer soll Kinderzeichnungen, Fotos und kleine Basteleien zeigen, ohne dass bei jedem Wechsel neue Löcher in die Wand kommen. Der Wunsch dahinter ist verständlich: Wandfarben und Tapeten leiden, sobald Nägel oder Dübel gesetzt werden, und Kinder wollen ihre Werke oft schon nach wenigen Tagen austauschen. Die Lösung liegt in einer Leiste, die nicht an der Wand befestigt wird, sondern auf einem Möbelstück steht oder an einer vorhandenen Schiene hängt. Wer das richtig plant, kann die Kunstwerke beliebig oft wechseln, ohne die Wand überhaupt zu berühren.