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Wer diese Bedingungen erfüllt, wird mit einer Pflanze belohnt, die über Jahre kräftig wächst und ihre dekorativen Blätter zeigt. Calathea ist kein Kandidat für Heizungsnähe oder pralle Sonne – aber sie ist auch nicht schwierig, wenn man ihre Herkunft respektiert. Der Aufwand besteht vor allem darin, die Luftfeuchtigkeit konstant zu halten und beim Wasser nicht nachlässig zu sein. Dann bleibt die Korbmarante gesund und der Blattrhythmus wird zum täglichen Schauspiel.

Der richtige Zeitpunkt entscheidet über den Erfolg Lockern Sie im Frühjahr, sobald der Boden abgetrocknet und krümelig ist, und noch einmal im Frühsommer, bevor die Trockenperiode beginnt. Ein dritter Durchgang im Spätsommer ist sinnvoll, wenn sich nach starkem Regen eine Kruste gebildet hat. Im Herbst und Winter bleibt das Gerät im Schuppen: Dann ist der Boden zu nass, das Lockern zerstört die Krümelstruktur und verdichtet langfristig mehr, als es nützt. Prüfen Sie vor jedem Einsatz mit dem Daumen, ob die Erde feucht, aber nicht klebrig ist. Klebt sie an der Hand, warten Sie zwei bis drei Tage.

Für die Anwendung zwei reife Schalen in einem Liter lauwarmem Wasser zwölf bis vierundzwanzig Stunden stehen lassen. Danach abseihen, damit keine Fruchtfleischreste zurückbleiben. Ein weiches Tuch eintauchen, gut ausdrücken und jedes Blatt einzeln abwischen: von der Blattbasis zur Spitze, mit leichtem Druck. Die Unterseite nicht vergessen, dort sitzen Spinnmilben und Staub besonders gern. Nach dem Abwischen mit klarem Wasser nachwischen, sonst bleibt der Zuckerfilm klebrig. Diesen Schritt lassen die meisten weg und wundern sich über Flecken.

Lockern mit der Grabegabel statt mit der Motorfrä

4. Die Pflanze wirkt trotz Gießens schlaff. Hängen Blätter und Triebe durch, obwohl die Erde feucht ist, fehlt es den Wurzeln an Aufnahmefläche. Zu viele Wurzeln konkurrieren um zu wenig Wasser und Nährstoffe. Häufig vergilben ältere Blätter, während neue Triebe klein bleiben. Wer in dieser Phase düngt, verschärft das Problem: Die Salze sammeln sich im wenigen Substrat an und schädigen die feinen Wurzeln.

Der Fachbegriff für dieses Streckungswachstum lautet Vergeilung. Die Pflanze versucht, mit aller Kraft dem Licht entgegenzuwachsen. Dabei investiert sie Energie in die Länge statt in stabile Zellwände und Blattmasse. Die Internodien, also die Abstände zwischen zwei Blättern, werden deutlich größer als bei einem artgerechten Standort. Ein junger Sämling, der normalerweise kompakt bleibt, schießt innerhalb weniger Tage mehrere Zentimeter in die Höhe. Die Stängel bleiben weich und biegen sich unter dem eigenen Gewicht. Gleichzeitig bildet die Pflanze weniger Chlorophyll. Das führt zu hellgrünen bis gelblichen Blättern, die dünn und empfindlich sind. Neue Blätter sind oft kleiner als die bereits vorhandenen und entfalten sich langsamer.

Als Faustregel gilt: Lockern Sie nur die obersten zwei bis fünf Zentimeter. In diesem Bereich liegen kaum Hauptwurzeln, dafür aber Verdichtungen durch Regen, Gießen und Betreten. Arbeiten Sie mit einer schmalen Hacke, einem Handgrubber oder einer Sauzahn-Gabel, die den Boden nur anhebt statt ihn umzugraben. Stechen Sie nie senkrecht mit dem Spaten in den Wurzelbereich von Sträuchern, Stauden oder Bäumen. Bei flach wurzelnden Pflanzen wie Rhododendron, Hortensie oder Flachwurzlern im Rasen sind schon drei Zentimeter das Maximum.

Pflanzen können nicht weglaufen, wenn der Standort nicht passt. Sie reagieren mit ihrem Wachstum. Wer die ersten Anzeichen kennt, kann gegensteuern, bevor die Pflanze dauerhaft geschädigt ist. Die wichtigsten Signale sind lange, dünne Triebe, blasse Blätter und ein insgesamt schwacher Wuchs.

Bei bereits zu lang gewachsenen Trieben hilft Rückschnitt. Die Pflanze wird dadurch gezwungen, Seitentriebe zu bilden, und wächst später kompakter. Der Schnitt sollte oberhalb eines Blattknotens erfolgen. Ein neuer Austrieb erscheint genau dort. Wer unsicher ist, schneidet zunächst nur einen Teil der Triebe zurück und beobachtet die Reaktion. Bei manchen Arten dauert es mehrere Wochen, bis sich neues Wachstum zeigt.

Der wichtigste Faktor ist die Luftfeuchtigkeit. Calathea-Arten stammen aus dem Unterwuchs tropischer Regenwälder, wo die Luftfeuchtigkeit dauerhaft über 60 Prozent liegt. In beheizten Räumen sinkt sie oft auf 30 bis 40 Prozent. Die Folge: braune Blattränder, eingerollte Blätter und vertrocknete Spitzen. Ein Luftbefeuchter in der Nähe der Pflanze schafft Abhilfe. Alternativ stellt man sie auf ein Tablett mit feuchtem Blähton – jedoch ohne dass der Topf direkt im Wasser steht, sonst faulen die Wurzeln.

imageAlternativen mit ähnlicher Wirkung ohne Zucker: ein Tropfen mildes Spülmittel in lauwarmem Wasser oder verdünnte Milch im Verhältnis eins zu neun. Beide lösen Staub und Fett zuverlässig und hinterlassen keine klebrige Schicht. Wer den Kaliumeffekt möchte, gießt den Sud besser in die Erde, nicht auf das Blatt. Dort wirkt er als schwacher Flüssigdünger, auch wenn der Gehalt gering ist. Wichtig ist in jedem Fall: Blätter nur am Morgen abwischen, damit sie bis zum Abend abtrocknen und keine Pilzsporen in der Feuchtigkeit keimen.
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