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Ein weiterer Fehler ist das Düngen im Winter. Bei kurzen Tagen und kühlen Temperaturen wachsen viele Pflanzen kaum und brauchen weniger Nährstoffe. Trotzdem wird weiter gedüngt, die Salze sammeln sich an, die Wurzeln verbrennen, die Blätter werden gelb. In der Ruhephase besser gar nicht oder nur stark verdünnt düngen. Ebenso falsch: Düngen auf trockene Erde. Immer zuerst angießen, dann düngen, sonst verbrennen die feinen Wurzeln.

Bei Kübelpflanzen und Hochbeeten gelten strengere Regeln. Das Substrat trocknet dort schneller aus, die Wurzeln liegen näher an der Oberfläche. Nach dem Lockern mit einem kleinen Handgerät sollte innerhalb von ein bis zwei Minuten gegossen werden. Ein Untersetzer oder eine Drainage verhindert Staunässe, aber das Wasser muss sofort verfügbar sein. Wer hier wartet, riskiert Totalausfall einzelner Triebe. Bei Jungpflanzen und frisch gesetztem Gemüse ist die Zeitspanne noch kürzer, weil das Wurzelsystem klein und empfindlich ist.

Auch der Standort entscheidet. Schimmel braucht Feuchtigkeit und wenig Luftbewegung. Stellen Sie Pflanzen nicht in die dunkelste Ecke und nicht direkt an eine kalte Wand. Ein Platz mit indirektem Licht und regelmäßiger Frischluft beugt vor. Im Winter, wenn weniger gelüftet wird, steigt die Luftfeuchtigkeit im Raum. Dann sollten Sie seltener gießen und die Erde öfter oberflächlich auflockern.

Wenn bereits Blätter gelb werden, hilft eine gezielte Rettung. Zuerst alle locker sitzenden Blätter vorsichtig abnehmen, damit keine Fäulnis entsteht. Dann die Temperatur am neuen Standort messen: Sie sollte tagsüber zwischen 18 und 24 Grad liegen, nachts nicht unter 15 Grad fallen. Extreme Sprünge von mehr als fünf Grad innerhalb weniger Stunden sind zu vermeiden. Wer den Ficus im Winter umstellt, sollte ihn nicht direkt an ein Fenster mit kalter Zugluft setzen.

Wer ein engmaschiges Kunststoffnetz mit Maschenweite von etwa ein bis zwei Zentimetern direkt auf die Erdoberfläche legt, behindert Keimlinge beim Durchstoßen. Der Trieb wächst gegen den Draht, verkrümmt sich und bleibt im schlimmsten Fall darunter stecken. Besser ist ein Abstand von zwei bis drei Zentimetern zwischen Netz und Boden. Dafür steckt man kurze Holzstäbe oder gebogene Drahtbügel in die Erde und spannt das Netz darüber. So bleibt der Luftraum erhalten, die Katze kann nicht scharren, und der Austrieb findet seinen Weg durch die Maschen.

Ein Steckling, der nach drei Wochen keine Wurzel zeigt und dessen Stiel sich weich anfühlt, ist verloren. Entsorge ihn und starte mit frischem Material. Ein grüner, fester Stiel ohne Wurzelansatz darf bleiben – manche Pflanzen brauchen einfach länger. Der wichtigste Rat klingt banal: weniger eingreifen. Das Wasserglas ist kein Labor, sondern ein Behälter, in dem die Pflanze selbst entscheidet, wann sie wurzelt.

Welche Maschenweite und welches Material wirklich funktionieren Zu grobe Maschen ab vier Zentimetern lassen Pfoten durchrutschen. Zu feine Netze aus dünnem Faden reißen beim ersten Kratzen. Bewährt haben sich verzinkte Sechseckgeflechte oder stabile Kunststoffnetze mit Knotenpunkten. Im Handel gibt es Rollen mit unterschiedlicher Höhe; für Beete reichen zwanzig bis dreißig Zentimeter Breite, die sich zuschneiden lassen. Das Netz muss straff sitzen, sonst hebt die Katze es mit einer Pfote an und gräbt darunter weiter.

Auch der pH-Wert des Substrats entscheidet, ob Nährstoffe überhaupt verfügbar sind. Bei kalkhaltigem Gießwasser steigt der pH-Wert, Eisen und Mangan werden festgelegt. Typisches Zeichen: neue Blätter vergilben, während ältere grün bleiben. Abhilfe schafft das Gießen mit kalkarmem Wasser oder das gelegentliche Spülen des Substrats mit klarem Wasser, damit sich Salze nicht anreichern. Wer hartes Wasser nutzt, sollte alle paar Wochen durchdringend spülen und den Untersetzer leeren.

Ein häufiger Fehler ist das Auslegen erst nach dem Auflaufen der Saat. Dann sind die jungen Blätter bereits sichtbar, und das Aufbringen des Netzes bricht sie ab. Richtig ist, das Netz unmittelbar nach der Aussaat zu spannen, noch bevor die ersten Keimblätter erscheinen. Bei bereits stehenden Stauden legt man das Netz vorsichtig über die austreibenden Spitzen, ohne sie zu knicken. Wer empfindliche Jungpflanzen hat, wartet besser, bis sie eine Handbreit hoch sind, und montiert dann ein flaches Gestell.

Zugluft, Staunässe und Wurzelprobleme erkennen Neben Nährstoffmangel sind Standortfaktoren die zweithäufigste Ursache. Zugluft von Fenstern, Türen oder Klimaanlagen führt zu gelben Blatträndern und eingerollten Blättern. Betroffen sind vor allem Pflanzen mit weichen Blättern. Ein einfacher Test: eine Kerze in Pflanzenhöhe aufstellen. Flackert die Flamme, ist der Standort zu zugig. Staunässe zeigt sich anders: Blätter werden gelb, welken aber trotz feuchter Erde. Beim Herausnehmen des Wurzelballens riechen die Wurzeln faulig, sind braun statt weiß. In diesem Fall hilft kein Dünger, sondern Umtopfen in frisches, luftdurchlässiges Substrat und das Entfernen beschädigter Wurzeln mit einer sauberen Schere.
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