Zwei Quadratmeter sind mehr, als die meisten denken. Ein quadratischer Tisch von 70 mal 70 Zentimetern braucht mit zwei Stühlen auf gegenüberliegenden Seiten eine Fläche von etwa 1,6 Quadratmetern, gerechnet von Wand zu Wand. Entscheidend ist also nicht die Grundfläche, sondern wie viel Bewegungsraum an welcher Seite bleibt. Wer die Essecke plant, sollte zuerst den Weg zwischen Küchenzeile, Kühlschrank und Tür messen. Bleibt dort weniger als 60 Zentimeter Durchgang, wird jeder Stuhl zum Hindernis.
Beim Einordnen zählt der Abstand. Zwischen zwei Gläsern sollte mindestens ein Fingerbreit Luft bleiben, damit sie sich beim Schließen der Tür nicht berühren. Tassen hängen entweder an Haken oder stehen mit etwas Abstand zueinander, damit die Henkel nicht verkanten. Teller werden hochkant in einen Halter gestellt, nicht flach gestapelt – so sind sie sofort greifbar und die Dekoration der Ränder bleibt sichtbar. Empfindliche Stücke mit Goldrand oder Handmalerei gehören nicht in die Spülmaschine und damit auch nicht in die Nähe der täglich benutzten Gläser, sonst wandern sie doch in den Geschirrspüler.
Die Schale ist die Basis. Sie sollte flach sein, damit man über sie hinwegsehen kann, und einen Durchmesser haben, der kleiner ist als die Hälfte der Tischbreite. Sonst bleibt kein Platz für Teller und Gläser. Bewährt haben sich matte Oberflächen in Erdtönen, weil sie das Kerzenlicht weich reflektieren. Wer eine glänzende Schale nimmt, bekommt harte Lichtpunkte, die auf Dauer unruhig wirken. In die Schale kommt kein Wasser, sondern etwas Sand, Kies oder getrocknete Linsen. Das hält den Zweig aufrecht, ohne dass man ihn festbinden muss.
Der Sitz selbst braucht ebenfalls Aufmerksamkeit. Die Sitzfläche sollte so tief sein, dass zwischen Kniekehle und Sitzvorderkante noch zwei bis drei Finger passen. Ist sie zu tief, kann das Kind nicht aufrecht sitzen, ohne nach vorn zu rutschen. Ist sie zu kurz, drückt die Kante in die Oberschenkel. Bei Modellen mit verstellbarer Sitztiefe gilt: erst die Tiefe, dann die Höhe, dann die Fußstütze. Wer diese Reihenfolge einhält, verhindert, dass eine Korrektur die vorherige wieder aufhebt.
Wer auf Nummer sicher gehen will, plant zwischen Hochstuhl und Erwachsenenstuhl mindestens 15 Zentimeter seitlichen Abstand ein und hält hinter dem Hochstuhl 50 Zentimeter frei. Bei kleinen Räumen ist es sinnvoller, den Hochstuhl an die Stirnseite des Tisches zu stellen oder den Erwachsenenstuhl für die Mahlzeit zu wechseln, statt beide Stühle zusammenzudrängen. So bleibt der Ablauf beim Essen entspannt, und niemand muss beim Aufstehen über Beine oder Kufen steigen.
Die Anzahl der Kerzenleuchter auf einem Tisch hängt zuerst von der Tischgröße und der Sitzordnung ab. Ein Esstisch für vier Personen verträgt einen einzelnen Leuchter, sofern dieser mittig steht und nicht höher als 30 Zentimeter ist. Bei sechs bis acht Plätzen sind zwei Leuchter sinnvoll, die symmetrisch zur Tischmitte platziert werden. Wer mehr als acht Gäste bewirtet, sollte auf drei Leuchter gehen oder eine Kombination aus einem größeren und zwei kleineren wählen. Entscheidend ist, dass die Leuchter nicht mit Tellern, Gläsern oder Servierplatten kollidieren.
Die erste und platzsparendste Lösung ist der Wandtisch. Eine Platte von 60 bis 80 Zentimetern Breite und 50 Zentimetern Tiefe reicht für zwei Personen, wenn sie an der Wand klappbar montiert wird. Wichtig: Die Klappscharniere müssen an einer massiven Wand oder einem geeigneten Träger sitzen, nicht an einer Leichtbauwand mit Hohlraum. Typischer Fehler ist ein zu tiefer Tisch. Über 60 Zentimeter Tiefe steht die Platte in den Raum, und man stößt beim Aufstehen an. Für zwei Personen nebeneinander reichen 120 Zentimeter Breite, das ergibt etwa 1,2 Quadratmeter Stellfläche.
Die vierte und oft übersehene Lösung ist die Verlagerung der Essecke in eine Nische. Ein Durchgang von 90 Zentimetern Breite und 2 Metern Länge ergibt bei seitlicher Bestuhlung zwei Plätze auf 1,8 Quadratmetern. Der Tisch wird dabei längs an eine Wand gestellt, die Stühle stehen an den Schmalseiten. Das funktioniert nur, wenn der Durchgang nicht der einzige Weg zum Bad oder Schlafzimmer ist. Wer hier plant, sollte den Tisch nicht festschrauben, sondern auf Rollen setzen, damit der Weg bei Bedarf frei wird. Fest montierte Möbel in Durchgängen sind der häufigste Fehler in kleinen Wohnungen.
Die dritte Lösung ist die Kombination aus Essecke und Arbeitsplatz. Ein Tisch von 100 mal 60 Zentimetern an der Wand dient tagsüber als Schreibtisch und abends als Essplatz für zwei. Voraussetzung ist eine feste Sitzposition: Ein Stuhl mit verstellbarer Höhe und eine Steckdose in Reichweite. Achten Sie darauf, dass der Tisch nicht direkt vor einem Fenster mit Heizkörper steht. Die Wärme trocknet Speisen aus und macht den Platz im Winter unangenehm. Ebenso problematisch ist ein Platz direkt neben der Küchenzeile, wenn dort täglich gekocht wird. Fett und Dampf setzen sich auf allem ab, was in der Nähe steht.