Nach dem Entkalken einen zweiten Leerlauf bei 60 Grad ohne Zusatz starten, damit keine Säurereste in der Trommel bleiben. Danach die Tür und das Waschmittelfach offen stehen lassen, bis alles getrocknet ist. Wer nur bei niedrigen Temperaturen wäscht, sollte mindestens einmal im Monat ein Programm bei 60 Grad laufen lassen. Das tötet Bakterien ab und löst Fett, das sich sonst als Schmierfilm absetzt.
Zunächst das Flusensieb. Es sitzt bei fast allen Frontladern hinter der kleinen Klappe unten an der Vorderseite. Vor dem Öffnen ein altes Handtuch und eine flache Schale darunterlegen, denn es läuft Restwasser aus. Die Klappe vorsichtig aufdrücken, den grossen Verschlussdeckel gegen den Uhrzeigersinn herausdrehen und das Sieb herausziehen. Haare, Münzen, Knöpfe und ein zäher Schlamm aus Fusseln und Weichspüler sammeln sich dort. Das Sieb unter warmem Wasser mit einer Bürste ausspülen, das Gehäuse mit einem Tuch auswischen. Den Deckel wieder fest eindrehen, sonst tropft es beim nächsten Waschgang.
Aktivierte Flussmittel und bleifreie Legierungen hinterlassen Rückstände, die mit Wasser allein nicht verschwinden. In solchen Fällen hilft ein spezieller Reiniger für Lötspitzen, der auf die heiße Spitze aufgetragen und mit Messingwolle abgenommen wird. Wichtig: Nur so viel Mittel verwenden, dass die Spitze benetzt wird. Zu viel Reiniger kühlt die Spitze ab und kann in den Kolben laufen. Niemals die Spitze in Flüssigkeit tauchen, während sie in der Station steckt – das beschädigt Heizelement und Temperatursensor.
Zum Schluss der Blick auf das Waschmittelfach und die Dichtung an der Tür. Beide mit warmem Wasser und einer Bürste reinigen, denn dort sitzt der Schimmel, der den muffigen Geruch verursacht. Wer diese drei Stellen – Flusensieb, Trommel, Dichtung – regelmässig pflegt, hält die Maschine jahrelang in Topform. Ein trockenes Tuch über der offenen Tür beschleunigt das Trocknen zusätzlich.
Entkalken ohne Essig und ohne Schaden Für den Kalk im Inneren reicht Zitronensäure. Etwa 100 bis 150 Gramm Pulver in die leere Trommel geben und ein Programm bei 60 Grad ohne Wäsche und ohne Vorwäsche starten. Kein Essig und keine Essigessenz verwenden: Die Säure greift Dichtungen, Heizstab und Metallteile an, der Schaden zeigt sich erst Monate später. Auch handelsübliche Entkalker enthalten oft aggressive Säuren. Zitronensäure ist billig, wirkt zuverlässig und schont die Bauteile.
Häufige Fehler: zu viel Weichspüler, der zusammen mit Kalk eine klebrige Schicht bildet, dauerhaft niedrige Waschtemperaturen und eine dauerhaft geschlossene Tür. Auch die Dosierung des Waschmittels wird oft überschätzt. Bei weichem Wasser reicht deutlich weniger Pulver als auf der Packung angegeben.
Zugluft an einem Fenster ist selten eine Frage des Geschmacks, sondern eine Frage der Ursache. Bevor irgendetwas gekauft oder montiert wird, muss klar sein, wo die Luft tatsächlich eindringt. Drei Stellen sind typisch: der Spalt zwischen Flügel und Rahmen, der Bereich an den Scharnieren und die Fuge zwischen Rahmen und Mauerwerk. Wer hier blind eine Dichtung aufklebt, dichtet oft an der falschen Stelle ab und lässt die eigentliche Schwachstelle bestehen. Ein einfacher Test: Bei Wind eine Kerze langsam an der Fensterkante entlangführen. Flackert die Flamme an einer Stelle, sitzt dort das Leck – nicht dort, wo es sich am kältesten anfühlt.

Innentüren prägen einen Raum stärker, als man beim ersten Blick vermutet. Eine abgenutzte Oberfläche mit Kratzern, vergilbtem Lack oder ausgefransten Kanten lässt selbst gut möblierte Zimmer alt wirken. Bevor man über einen kompletten Austausch nachdenkt, lohnt sich der Blick auf die Substanz: Solange Türblatt, Zarge und Scharniere stabil sind und die Tür sauber schließt, lässt sich fast jede Optik mit vertretbarem Aufwand auffrischen. Ein Austausch ist nur dann sinnvoll, wenn das Blatt verzogen ist, Feuchtigkeit ins Material gezogen ist oder die Maße nicht mehr zum Rahmen passen.
Nach dem Trocknen die Tür wieder einhängen und die Scharniere nachjustieren. Eine Tür, die schleift oder von selbst aufschwingt, ruiniert den besten Anstrich. Zum Schluss neue Drücker und gegebenenfalls eine passende Bodendichtung montieren – das sind kleine Eingriffe mit großer Wirkung. Wer diese Reihenfolge einhält und sich für die Vorbereitung Zeit nimmt, bekommt ein Ergebnis, das mehrere Jahre hält und deutlich weniger kostet als neue Türen.
Kalk und Fusseln setzen jeder Waschmaschine zu. Beides fällt lange nicht auf, weil die Maschine weiterläuft. Erst wenn die Wäsche grau bleibt, die Trommel muffig riecht oder das Programm deutlich länger dauert, ist der Belag bereits dick. Wer zweimal im Jahr entkalkt und das Flusensieb reinigt, verhindert die meisten Reparaturen. Die folgenden Handgriffe brauchen zusammen etwa eine Stunde und erfordern kein Spezialwerkzeug.
Häufige Fehler sind schnell aufgezählt. Kleidung aus dem Keller oder von Dachböden wird ohne Zwischenlüftung direkt in den Schrank gehängt. Schuhe und Sporttaschen lagern im selben Fach wie saubere Kleidung. Der Schrank steht zu dicht an der Wand, sodass die Rückseite nicht trocknen kann. Und nach dem Waschen wird die Trommel sofort verschlossen, obwohl Feuchtigkeit noch im Innenraum steht. Wer diese Punkte ändert, verhindert die meisten Rückfälle.