Die Verkabelung muss fachgerecht ausgeführt werden. In Feuchträumen sind Leitungen mit Schutzleiter und Fehlerstromschutzschalter Pflicht. Wer unsicher ist, sollte eine Elektrofachkraft hinzuziehen. Das gilt besonders, wenn die vorhandene Installation alt ist oder keine Erdung hat. Auch die Wahl des Trafos ist wichtig: Ein elektronischer Trafo kann in der Nähe der Badewanne Störgeräusche verursachen. Ein magnetischer Trafo ist oft leiser, benötigt aber mehr Platz.
Indirektes Licht über der Badewanne wirkt beruhigend und lässt den Raum größer erscheinen. Doch viele setzen es so ein, dass es blendet, flackert oder die Wartung zur Qual wird. Die folgenden Hinweise helfen, typische Fehler zu vermeiden und eine dauerhaft schöne Lösung zu schaffen.

Die wichtigste Frage ist die Breite. Ein Durchgang von weniger als etwa 90 Zentimetern wird schnell zum Nadelöhr, besonders wenn zwei Personen gleichzeitig hindurchwollen oder jemand mit einem heißen Topf unterwegs ist. Für einen reinen Verbindungsweg ohne ständigen Verkehr reichen oft 80 bis 90 Zentimeter. Soll der Durchgang auch als Arbeitsfläche, Ablage oder Sitzgelegenheit dienen, sind 120 Zentimeter und mehr realistisch. Wer zu schmal plant, merkt das nicht am ersten Tag, sondern nach ein paar Wochen, wenn jeder Gang zum Essplatz zur kleinen Vorsichtsmaßnahme wird.
Die Montage sollte so erfolgen, dass man an die Leuchtmittel zum Wechseln herankommt, ohne die halbe Wand abzubauen. Bei indirektem Licht an der Decke bedeutet das: keine fest verputzten Profile, sondern abnehmbare Blenden oder zugängliche Fassungen. Wer indirektes Licht in eine abgehängte Decke integriert, plant am besten eine Revisionsöffnung ein. Ein weiterer typischer Fehler ist die falsche Ausrichtung: Strahlt das Licht direkt auf einen Spiegel, entstehen blendende Reflexe. Besser ist es, den Spiegel seitlich oder indirekt anzustrahlen.
Schiebetüren lösen das Platzproblem an der Schräge Drehtüren scheitern unter der Schräge, weil sie beim Öffnen ausschwingen müssen. Schiebetüren laufen dagegen parallel zur Wand und benötigen keinen Schwenkbereich. Für den Selbstbau eignen sich zwei Systeme: sichtbare Laufschienen oben oder unten sowie verdeckte Beschläge, die in die Platte eingelassen werden. Wer günstig bleiben will, nimmt eine oben montierte Schiene und führt die Tür unten in einer Nut. Das hält auch bei schweren Türen zuverlässig, solange die Schiene exakt waagerecht sitzt. Ein typischer Fehler ist eine zu dünne Rückwand – sie verzieht sich, sobald die Tür aufliegt.
Zum Schluss: Teste die Beleuchtung vor dem endgültigen Einbau. Schließe die Leuchten provisorisch an und prüfe bei Dunkelheit, ob das Licht blendet, ob es gleichmäßig verteilt ist und ob die Helligkeit stimmt. Erst dann werden Kabel verlegt und Profile befestigt. Mit dieser Reihenfolge vermeidest du teure Nachbesserungen und schaffst eine Lichtstimmung, die das Baden zum Erlebnis macht.
Streichen ist nur dann sinnvoll, wenn die Wand trocken ist und die Feuchtigkeit eindeutig von der Oberfläche kommt. Das betrifft zum Beispiel Schlagregen an einer ungeschützten Fassade oder Kondenswasser in schlecht gelüfteten Räumen. Vor dem Anstrich muss der Untergrund sauber, fest und trocken sein. Lose Farbreste werden abgebürstet, Risse mit geeignetem Material verschlossen. Wer direkt auf feuchten Putz streicht, sperrt das Wasser ein. Die Farbe blättert dann nach wenigen Monaten ab, und der Schaden ist größer als vorher.
Ein häufiger Fehler ist, zu tief zu bohren. Wer in die Dämmung oder in tragende Teile gerät, beschädigt mehr, als er repariert. Die Bohrtiefe sollte knapp hinter dem Putz enden. Ebenso falsch ist es, mit hoher Drehzahl zu arbeiten, denn dabei entsteht Hitze, die den Putz zusätzlich aufreißt. Langsamer Lauf und ein scharfer Bohrer sind hier wichtiger als Kraft. Nach dem Bohren müssen die Löcher gründlich ausgesaugt werden, sonst verstopfen sie und das Injektionsmittel verteilt sich nicht.
Zunächst die Position: Das Lichtband oder die Leiste wird meist an der Wand über der Badewanne oder an der Decke entlanggeführt. Wichtig ist, dass die Lichtquelle selbst nicht sichtbar ist. Ein Abstand von mindestens 30 Zentimetern zur Decke oder Wand verhindert unschöne Hotspots. Bei einer Wandmontage über der Wanne sollte der Strahl nach oben oder unten gerichtet sein, nicht direkt in den Raum. Wer indirektes Licht an der Decke plant, muss beachten, dass die Decke glatt und hell sein sollte, damit das Licht gleichmäßig reflektiert wird.
Dachschrägen wirken auf den ersten Blick wie verlorener Raum. Tatsächlich lässt sich dort mehr unterbringen, als viele vermuten – vorausgesetzt, man plant die Nutzung nach der Höhe und nicht nach der Grundfläche. Entscheidend ist die Kniestockhöhe: Wo weniger als 90 Zentimeter lichte Höhe bleibt, gehören nur selten genutzte Dinge hin. Zwischen 90 und 140 Zentimetern sind Schubladen und offene Fächer sinnvoll. Erst ab etwa 140 Zentimetern lohnt sich ein vollwertiger Schrank mit Kleiderstange.