Zuerst wird der Platz exakt vermessen. Flurwände sind selten gerade, der Boden selten waagerecht. Messen lässt sich mit einer Wasserwaage und einem langen Richtscheit: An drei Stellen den Abstand vom Boden zur geplanten Unterkante notieren, dazu die Wandabweichung mit einem Lot prüfen. Wer diese Werte ignoriert, baut später mit Keilen aus und hat trotzdem Fugen. Restholzstücke sollten mindestens 20 Millimeter stark sein, dünnere Bretter biegen sich unter dem Gewicht von Jacken durch.
Für den Korpus eignet sich 18 mm starkes Mehrschicht- oder Sperrholz, beschichtet oder roh. Massivholz arbeitet im feuchten Raum zu stark, rohe Spanplatten quellen bei Wasserkontakt auf. Rechne den Zuschnitt so: zwei Seitenteile in Tiefe × Höhe, Boden und Deckel in Breite × Tiefe, dazu ein Fachboden. Bei Breiten über 60 cm setzt du eine Mittelwand, sonst hängen die Böden durch. Die Rückwand aus 8 mm dünnem Material hält den Korpus im Winkel – ohne sie wird der Schrank zum Parallelogramm. Türen planst du als Aufschlag, also vor dem Korpus, mit 2 mm Fuge rundum.
Genau dieses Putzwasser ist der unterschätzte Gegner. Beim Wischen zieht Feuchtigkeit in die offene Schnittkante, besonders bei MDF. Deshalb alle Zuschnitte vor der Montage an den Stirnseiten mit einer dünnen Schicht Klarlack oder einer passenden Grundierung versiegeln. In Küche, Bad und Hauswirtschaftsraum zusätzlich eine dauerelastische Fuge zwischen Leiste und Boden ziehen. Silikon allein reicht dort nicht, weil es bei Bewegung reißt; besser ist eine Fugendichtmasse, die dauerhaft elastisch bleibt. Die Fuge nicht mit dem Finger glätten, sondern mit einem Fugenglätter abziehen — so bleibt die Kante sauber und nimmt weniger Schmutz auf.
Indirekte Beleuchtung wirkt nur dann gut, wenn sie von Anfang an als System geplant wird. Wer einfach LED-Streifen hinter ein Möbelstück klebt, erlebt oft ungleichmäßige Helligkeit, sichtbare Lichtpunkte oder ein Flackern beim Dimmen. Der entscheidende Schritt ist die Aufteilung in Zonen: Jede Zone bekommt eine eigene Aufgabe – Grundlicht, Akzentlicht oder Orientierungslicht. Beginnen Sie mit einem Grundriss und markieren Sie, wo Licht benötigt wird: Decke, Wand, Nischen, Treppen, Küchenzeile. Notieren Sie für jede Stelle, ob das Licht direkt oder indirekt strahlen soll. Indirektes Licht braucht immer eine Reflexionsfläche – eine weiße Decke, eine helle Wand oder eine matte Oberfläche. Dunkle oder glänzende Flächen schlucken das Licht oder erzeugen unerwünschte Spiegelungen.
Planen Sie auch die Steuerung und die Erweiterbarkeit. Wer heute nur einen einfachen Wandschalter setzt, ärgert sich später, wenn Szenen oder Zeitschaltungen gewünscht sind. Ein zentrales Steuergerät mit potentialfreien Kontakten oder ein Bussystem ermöglicht spätere Anpassungen ohne Wände zu öffnen. Achten Sie darauf, dass alle Komponenten – Netzteil, Dimmer, Schalter – dieselbe Steuerungsart unterstützen. Funklösungen sind einfach nachzurüsten, benötigen aber Batterien oder eine stabile Verbindung. Kabelgebundene Systeme sind zuverlässiger, erfordern aber Leerrohre oder tiefe Schalterdosen. Wer neu baut, sollte in jedem Raum mindestens ein Leerrohr für eine spätere Lichtsteuerung vorsehen.
Nach dem Einweichen spülst du den Kopf gründlich mit klarem Wasser ab. Reste der Essiglösung müssen vollständig entfernt werden, sonst kann die Säure auch nach dem Bad noch weiter auf das Material einwirken. Anschließend gehst du mit einer weichen Zahnbürste oder einem Zahnstocher vorsichtig über die Düsen und entfernst gelösten Kalk. Niemals mit Draht, Schmirgelpapier oder einem harten Schwamm arbeiten – das zerstört die Chromschicht und macht sie erst recht anfällig für Säure. Zum Schluss den Kopf wieder montieren und kurz durchspülen.
Bei der Montage entscheidet der Untergrund. Auf Rigips oder Lehmwand halten reine Klebeverbindungen oft nicht dauerhaft. Dort werden Paneele mit Schrauben und Montagekleber kombiniert, auf Beton reicht Kleber. Vor dem Bohren prüfen, wo Leitungen verlaufen – Strom- und Wasserleitungen liegen selten dort, wo man sie vermutet. Nach dem Anbringen alle Aussparungen mit passenden Rahmen abdecken, sonst bleiben Staub und Kabel sichtbar.
LED-Streifen richtig auswählen und montieren Für indirekte Beleuchtung eignen sich LED-Streifen mit einer Farbtemperatur zwischen 2700 und 3000 Kelvin, wenn eine warme Wohnatmosphäre gewünscht ist. Achten Sie auf die Angabe „Lumen pro Meter" und nicht auf die Wattzahl – nur so lässt sich die Helligkeit vergleichen. Ein weiterer wichtiger Wert ist der Abstrahlwinkel: Je breiter, desto gleichmäßiger das Licht. Kleben Sie Streifen nie direkt auf eine sichtbare Kante, sondern immer in einem Profil mit Diffusor. Das verhindert einzelne Lichtpunkte und schützt die LEDs vor Staub. Bei langen Strecken müssen Sie auf den Spannungsabfall achten: Ab etwa fünf Metern Länge kann die Helligkeit am Ende nachlassen. Dann speisen Sie den Streifen von beiden Seiten ein oder teilen ihn in kürzere Segmente mit eigenem Zuleitungskabel. Planen Sie die Einspeisepunkte vor dem Verlegen, sonst müssen Sie später Kabel sichtbar nachziehen.